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Hebeisen White Wings

(Hanau/Basketball/pm) - Die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau erwischten einen schweren Start beim Auswärtsspiel gegen die Nürnberg Falcons. Immer wieder liefen sie einem Rückstand hinterher und mussten viel Kraft aufwenden, um nicht unter die Räder zu kommen. Die Aufholjagd wurde letztendlich jedoch nicht belohnt – 83:66 hieß es am Ende für die Nürnberger. „Definitiv muss man sagen – wir können besser spielen. Das haben wir bereits gegen Crailsheim gezeigt“, resümierte Sportdirektor Helmut Wolf die Partie. Obwohl die Hanauer zuerst punkteten, erwischten die Gastgeber den besseren Start. In den ersten fünf Minuten sorgte das Duo Moritz Sanders und Mardracus Wade für zwölf Punkte.

In der Folge konnten sich die Falcons immer weiter absetzen. „Im zweiten Viertel lagen wir dann mit elf Punkten hinten. Da mussten wir uns wieder rankämpfen – das hat viel Kraft gekostet“, so Wolf. Das zwischenzeitliche 28:17 veranlasste Coach Simon Cote zu einer Auszeit, die Wirkung zeigte. Chris Brady, Chase Adams und vor allem der Topscorer der Partie Lavon Long brachten die Hanauer mit sicheren Treffern zurück ins Spiel. Das dritte Viertel glich einem Kopf-an-Kopf-Rennen und endete mit 52:50.

Im vierten Viertel gingen den HEBEISEN WHITE WINGS Hanau dann die Kräfte aus. Trotz einiger Offensivakzente übernahm Nürnberg das Zepter und zogen deutlich davon. Das offensive Zusammenspiel der Gastgeber funktionierte besser und sorgte für sehenswerte Aktionen wie den Alley-Oop-Dunk von Jonathan Maier, aufgelegt von Mardracus Wade.

Die Niederlage ist am Ende auch auf die Personallage zurückzuführen. Nach dem Ausfall von Paul Albrecht spielen die White Wings derzeit mit einer Siebenerrotation. „Die Gleichung ist aus meiner Sicht die: Haben wir einen Spieler mehr, haben wir auch mehr Chancen. So kurz vor Weihnachten müssen wir aufpassen, dass uns nicht die Luft ausgeht“, so der Sportdirektor. Mit einer Verstärkung in den eigenen Reihen ist vermutlich erst im neuen Jahr zu rechnen.

Nach der Partie haben die Spieler zwei Tage Pause, um sich zu regenerieren. Diese ist im derzeitigen Modus rar gesät: „Wir spielen von Oktober bis März durch, während selbst die Bundesliga einige Pausen hat. Unsere jungen amerikanischen Spieler können dementsprechend dieses Jahr nicht nach Hause zu ihrer Familie. Ich finde, da muss man organisatorisch den Ligenmodus überdenken.“

Bereits am Mittwoch, 27. Dezember, sind die Spieler wieder gefordert. Dann empfangen die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau in der Main-Kinzig-Halle die VfL Kirchheim Knights. Im Vergleich zum Beginn der Saison hat sich die Mannschaft stark verbessert. Die letzten beiden Partien – darunter gegen die Karlsruhe LIONS – konnten die Knights gewinnen.

„Das Team hat sich gefunden. Einige Spieler, die zu Beginn der Saison nicht so viele Punkte abgeliefert haben, haben sich klar gesteigert“, sagt Wolf. Dazu zählt etwa Mannschaftskapitän Tim Koch, der als einer der besten Dreierschützen der Liga wieder zu seiner Stärke gefunden hat. Die Mannschaft zeichnet inzwischen vor allem die bessere Kompetenzverteilung aus. Während zu Beginn der Saison vor allem Charles Barton und Keith Rendleman Hauptakteure auf dem Feld waren, verteilen sich die Aufgaben inzwischen über mehrere Schultern. „Es scheint, dass jeder seine Rolle verstanden hat – offensiv wie defensiv. Das macht es natürlich nicht einfacher, gegen das Team zu spielen.“

Ein Sieg gegen Kirchheim wäre besonders wichtig für die Moral des Teams. Daher hofft Wolf auf eine volle Halle und großen Fan-Support nach den Feiertagen. Doch auch außerhalb der Halle können Fans das Spiel verfolgen. Ein Livestream kann auf https://airtango.live abgerufen werden. Im Channel der HEBEISEN WHITE WINGS Hanau können zudem Highlights und die Pressekonferenz zum Spiel gegen Nürnberg abgerufen werden.

Für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau spielten:

Chase Adams (11 Punkte/0 Rebounds/3 Assists)

Josef Eichler (7/3/2)

Till-Joscha Jönke (6/8/2)

Jonas Herold (0/0/0)

Luquon Deonti Choice (6/2/2)

Lavon Maurice Long (15/2/0)

Christian von Fintel (11/2/1)

Benedikt Nicolay (0/1/0)

Christopher Gerard Brady (10/2/2)