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István Lajkó. Foto © Peter Hermann

Ein wahrer Leckerbissen war die Dornröschen Suite Nr. 66 gespielt von István Lajkó

(Nidderau/pm) -  Das dritte Konzert der Reihe „Weltklassik am Klavier“ in diesem Jahr präsentierte mit dem gebürtigen Ungarn István Lajkó einen Pianisten der Sonderklasse. Die inzwischen aus der Kulturscene in Nidderau nicht mehr weg zu denkende Konzertreihe lockte trotz zahlreicher regionaler Parallel-Veranstaltungen 70 Besucher in das Bürgerhaus in Nidderau-Ostheim. Zahlreiche „Wiederholungsbesucher“ und erfreulicherweise viele neue Interessenten erfreuten sich an Wolfgang Amadeus Mozarts 12 Variationen über „Ah,  vous dirai-je Maman“ , KV 265 und der Klaviersonate D-Dur KV 284.

Beide beliebte Werke trug der Pianist mit großartigem Können und Gefühl vor, die interessierten Zuhörer geizten nicht mit Beifall. Einen wahrhaft berauschenden Genuss stellte die im 2. Teil des Konzertes dargebotene Dornröschen Suite Nr. 66 von Peter Tschaikowsky dar. In atemberaubender Geschwindigkeit und hoher Ausdruckskraft zog der Künstler die Zuhörer in seinen Bann. Die Dornröschen Suite hat sich seit der Uraufführung im Rahmen des Dornröschen Ballets am 3. Juni 1890 zu einem „Ohrwurm“ entwickelt und stellt auch heute noch besondere Anforderungen an die Pianisten der Welt. Den Abschluss bildeten  Richard Wagners Lohengrin und die italienische Sonate Santa Lucia. Einhellige Meinung der Besucher: ein Konzert der Sonderklasse, wir kommen zum nächsten Konzert dieser Reihe am 7. Oktober mit Marie Rosa Günter. Das Konzert steht unter dem Titel: Bach und sein großes Erbe.