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Foto © Marianne Walter

(Nidderau/pm) - Ungeachtet zahlloser Konkurrenzveranstaltungen fanden knapp 400 Besucher den Weg auf den Bio-Hof Buchwald, den die Familie Vogel für 50 Tage für das Projekt „KunstMais“ zur Verfügung gestellt hatte. Vor Beginn der Feuertheater-Vorstellung genossen die Besucher die besondere Atmosphäre des Ortes und zeigten bei der Bewirtung Geduld und Gelassenheit. In ihrer Anmoderation erinnerte die stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreis Hof Buchwald e.V. Heike Lasch an das Motto der Veranstaltung „ErdTöne“. Die Erde haben gerufen, Sie rief nach Wasser, das man ihr nicht habe geben können.

Daher sei alles ungewohnt und anders gewesen, der Mais vorzeitig gehäckselt worden und die Kunstinstallationen nach und nach aus dem Labyrinth ausgezogen. Nach dem Dank an Familie Vogel und alle Unterstützer vor und hinter den Kulissen, begann „Sancto Petrolio“ um Anja Frieda Parré und Otto Löber mit einer faszinierenden Feuershow. „Die kleine Mondfee“, bereits 2012 an gleicher Stelle aufgeführt“, wurde in neuem Gewand, mit schillernden Kostümen und feuerwerksartigen Spezialeffekten von einer Truppe aufgeführt. „Sancto Petrolio“, bereits mehrfach aufgelöst, hat sich in alter Stärke und mit jungen Nachwuchsdarstellern wieder zusammengefunden. Mit anhaltendem Applaus und großzügigen Spenden zeigte das Publikum seine Anerkennung für die ohne Gage auftretenden Künstler. Aus Veranstalterkreisen war zu vernehmen, dass das noch bestehende finanzielle Defizit zumindest teilweise durch die Förderung des Kultur-Sommers Main-Kinzig-Fulda ausgeglichen werden kann.

Zum Abschlussgottesdienst kamen trotz Straßensperrungen für den Nidderauer Triathlon rund 40 Personen. Pfarrer i.R. Otto Löber wies auf den Zustand unseres Planeten hin, mit dem wir sorgsamer umgehen sollten, da wir nur diesen einen haben.

Das Maislabyrinth wurde geräumt. Und wird nun als gehäckselter Mais hoffentlich ausreichend Futter für die Rinderherde liefern.  Das 10. Maislabyrinth auf Hof Buchwald hat am Ende noch einmal ganz anders erlebbar gemacht, was „Landart“ in Wirklichkeit ist, Kunst in der Natur angepasst und vergänglich zu präsentieren, indem das Kunstwerk „Labyrinth“ selbst der Natur von Tier und Agrikultur angepasst werden musste. Die Mühen haben sich gelohnt. Die Veranstalter danken allen Kunstschaffenden, Besuchern und Helfern.