Antrittsbesuch des stellvertretenden Leiters der für Nidderau zuständigen Polizeistation Hanau II, Helmfried Deller (Zweiter von rechts), der von seinem Chef Rainer Kraus (Mitte) begleitet wurde. Gesprächspartner im Rathaus waren Bürgermeister Gerhard Schultheiß (rechts), Fachbereichsleiter Ordnungswesen Michael Juracka (links) und seine Stellvertreterin Alexandra Laubach. Foto © privat

(Nidderau/pm) - Trotz eines Anstiegs der Fallzahlen ist die Stadt eine der sichersten Kommunen im Main-Kinzig-Kreis, betonten Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Fachbereichsleiter Ordnungswesen Michael Juracka beim Antrittsbesuch des stellvertretenden Leiters der für Nidderau zuständigen Polizeistation Hanau II, Polizeihauptkommissar Helmfried Deller. Das bestätigte auch dessen Vorgesetzter Erster Polizeihauptkommissar Rainer Kraus, der die Entwicklung in Nidderau schon länger verfolgt. Deller war im Januar nach Stationen in Maintal, Hanau und Gelnhausen zur Polizeistation Hanau II gewechselt.

Wurden in der Statistik der Ordnungshüter 2016 noch 2309 Straftaten registriert, stieg die Zahl im Jahr 2017 auf 2544. „Vor allem zwei Bereiche sind für den Anstieg verantwortlich“, erklärten Kraus und Deller. Zum einen seien die Betrugsdelikte stark angestiegen, hier läge die Aufklärungsquote bei knapp 94 Prozent. Und zum anderen habe man im Bereich der Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz einen Anstieg zu verzeichnen. Der rühre von verstärkten Verkehrskontrollen her, bei dem Verstöße von Fahrern, die unter Drogeneinfluss am Lenkrad saßen, in die Statistik einfließen würden. In diesem Bereich verzeichne man aber eine Aufklärungsquote von knapp 100 Prozent. Deutlich zurückgegangen sei die Zahl der Wohnungseinbrüche von 25 auf 14 im vergangenen Jahr. Im Zehn-Jahres-Vergleich, betonte Kraus, seien die Fallzahlen von 2017 die zweitniedrigsten der Aufzeichnungen.

„Die gute Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Stadt ist sicher ein Grund, weshalb Nidderau in der Kriminalstatistik erst im unteren Drittel der Zahl der Delikte im Main-Kinzig-Kreis auftaucht“, stellte Schultheiß fest, „der direkte Draht sowie die Sprechstunden der Polizistin vor Ort werden auch in Zukunft dazu beitragen, bei Problemen schnell eine Lösung finden zu können“, ist sich der Bürgermeister sicher.

„Es gibt natürlich im Stadtgebiet einige neuralgische Punkte. Bislang konnten wir aber recht schnell dort auftretende Probleme durch die Beamten der Polizeistation Hanau II in den Griff bekommen“, ist auch Michael Juracka mit der Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften hoch zufrieden. Kraus und Deller versprachen, auch weiterhin mit Polizeikräften in Nidderau Präsenz zu zeigen und so das Sicherheitsgefühl der Bürger kontinuierlich zu steigern. „Das subjektive Empfinden in Sachen Sicherheit der Bürger deckt sich nämlich fast nie mit der objektiven Wahrheit“, stellte Helmfried Deller zum Abschluss des konstruktiven Treffens fest.