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Erfolgreiches Hoffest

(Hanau/pm) - Wieder erfolgreiches Hoffest des Hanauer Jagdklubs "Besser konnte das Wetter gar nicht sein. Nicht zu heiß und nicht zu kalt aber ohne Regen, so ein Veranstalter des Hanauer Jagdklubs anlässlich des traditionelle Hoffestes auf dem Baiersröderhof. Wie immer stellte die Familie Scheuerle Ihr Anwesen für diese überregional bekannte Veranstaltung zur Verfügung.

Genau dafür bedankte sich auch der neue Vorsitzende des Hanauer Jagdklubs , Michael Göllner, seines Zeichens auch noch Bürgermeister von Hammersbach, in seiner Begrüßungsansprache mit einem riesigen Blumengesteck an die Frau des Hauses. Das Hoffest wurde zunächst durch jagdliche Klänge des Bläsercorps des Hanauer Jagdklubs eröffnet. Göllner freute sich besonders über die vielen Aussteller und Infostände im Rahmen dieses Hoffestes. Ein weiterer Dank ging an die Organisatoren vom Vorstand und dem Hegering 4, die eine sehr informative Ausstellung zum Thema „Invasive Arten“ in unserer heimischen Natur. Da ging es z.B. um den Waschbären oder Nutria. Diese Arten sind auf die eine oder andere Art bei uns sesshaft geworden und verdrängen jetzt im besonderen Maße das Niederwild, wie Rebhuhn, Hase, Schnepfe, usw. Diese Ausstellung konnte man im festlich geschmückten Stall, der auch gleichzeitig als Gastraum diente, betrachten.

Weiterhin bedankte er sich für das Kommen der politischen Prominenz. Allen voran die erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, die in Ihrer Rede danach, besonders den Jägern für Ihr Engagement in der Natur dankte und für eine gute Zusammenarbeit aller Naturnutzer eintrat. Weiterhin waren noch die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden Erlensee, Stefan Erb , und Rodenbach, Klaus Schejna, erschienen. Ein weiteres Dankeschön für die Einladung zu dem 29. Hoffest kam von Dieter Mackenrodt, Vizepräsident LJV Hessen. Auch er stellte die hohe Bedeutung der Jagd für den Naturschutz in seiner Rede heraus. Für das leibliche Wohlergehen konnte man gegen Mittag die berühmten Wildbratwürste oder sonstige Leckereien vom Grill mit verschiedenen Beilagen genießen.

Anschließend gab es zum Kaffee am Kuchenbuffet eine große Auswahl an „Kalorienbomben“ zu ergattern. Auf dem Gelände selber gab es die Möglichkeit für Groß und Klein, ob Jäger oder nicht, sich an vielfältigen Ständen zu informieren oder auch mitzumachen. Besonders gut bei den kleineren Gästen kam die Flugschau der vielen Greifvögel an. Auf der Wiese hinter dem Stall bewies die Falknerin Hannah Pütz zweimal das Können einiger Eulen, Falken oder Bussarde. Im Tiefflug schossen die Jäger der Lüfte teilweise nur ganz knapp über die Köpfe der Zuschauer. Am Ende der Vorstellung durften die Kleinen dann auch mal eine Eule streicheln, was sicherlich einen bleibenden Eindruck bei den Kids hinterließ. Auch die vielen Jagdhundebesitzer gaben gerne Auskunft über die Vor- und Nachteile der einzelnen Hunderassen im Rahmen der Hundeschau.

Ein weiterer Mitmachstand war der Bogenschießplatz der Ysenburger Bogenschützen. Unter fachkundiger Anleitung machte der junge oder ältere Bogenneuling spannende Erfahrungen im Umgang mit diesem uralten Jagdinstrument. Geschossen wurde auf Scheiben oder Tiersilhouetten. Außerdem erfuhr man auch einiges über den Bau von Hochleistungsbögen aus dem Mittelalter – die sogenannten Kompositbögen. Hergestellt aus Holz und belegt mit Tiersehnen waren sie sehr effektiv bei der Jagd oder im Kampf. Eine weiter Schießattraktion war das, immer umlagerte, Schießkino der Jagdschule „Jagen lernen“. Hier musste man schon etwas Zeit mitbringen um an die Reihe zu kommen. Aber auch die modebewusste Dame fand auf dem Hoffest unter anderem Schmuck, Handtaschen, Hüte und Kleidungsstücke aus edlen Naturstoffen wie Geweih, Leder, Loden oder Pelz. Natürlich waren auch allerlei Jagdausrüster mit Ihren Ständen vertreten. Es gab Hundezubehör wie Leinen, Tracker, Schutzwesten oder Leckerli aber auch Optiken für den Jagdgebrauch in vielfältiger Form.

Auf dem Freigelände standen Ansitzeinrichtungen zum Bestaunen, Informieren und Bestellen, ebenso wie zu den aktuellsten Motorwerkzeugen. Ein Autohändler hatte eine Auswahl von geländetauglichen Fahrzeugen ausgestellt um die potentielle Kundschaft auf den neusten Stand zu bringen. Besonders umlagert war auch wieder der Weinstand und nebenan der Holzdrechsler mit seinen künstlerisch hochwertigen Gegenständen des täglichen Bedarfs. Somit konnte sich der natur- oder jagdlich interessierte Besucher einen Überblick über die gesamten Themen verschaffen und einen schönen Tag auf dem, im jagdlichen Ambiente geschmückten Baiersröderhof, verbringen. Die Organisatoren des Hanauer Jagdklubs waren jedenfalls zufrieden und freuen sich schon auf das 30te Jubiläum im nächsten Jahr.

Bild 1: Der erste Vorsitzende Michael Göllner vor der Kulisse der Hanauer Jagdhornbläser bei seiner Begrüßungsrede

Bild 2: Greifvögel streicheln war nach der Flugvorführung für die jungen Gäste das Größte