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(Hanau/pm) - Rund 1700 Mitarbeiter an sechs Standorten arbeiten deutschlandweit für die Firma Umicore - über 800 davon im Industriepark Hanau-Wolfgang. Der weltweit agierende Materialtechnologie- und Recyclingkonzern ist eines von drei weltweit führenden Unternehmen für Autoabgaskatalysatoren sowie ein führender Zulieferer von Schlüsselmaterialien für wiederaufladbare Batterien, die u.a. in Smartphones und Tablets sowie in Hybrid- und Elektroautos zum Einsatz kommen. Der Bereich Recycling für komplexe Abfallströme, die Edelmetalle und andere wertvolle Materialen enthalten, komplettiert das Geschäftsportfolio.

Bei einem Gespräch der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert mit Vorstand Dr. Bernhard Fuchs sowie Dr. Lothar Mussmann (Senior Vice President) und Dr. Christian Hagelüken (Director EU Government Affairs) stand das Thema saubere Mobilität im Fokus. Bei Umicore setzt man auf einen klugen Mix aus verschiedenen Antriebsformen, angefangen vom Autoabgaskatalysator für den klassischen Verbrennungsmotor über die Batterie bis hin zur Brennstoffzelle und arbeitet mit den führenden Autobauern zusammen. Nicht umsonst wurde das Unternehmen erst im Januar unter die Top 10 der 100 nachhaltigsten Unternehmen weltweit gewählt - deutlich vor so bekannten Namen wie Tesla (Platz 69).

Gerade die Brennstoffzelle gewinnt dabei als umweltfreundliche Alternative zunehmend an Bedeutung. Vorreiter sei hier der asiatische Markt mit Firmen wie Hyundai, berichtete Bernhard Fuchs. Die Technologiereife sei bewiesen und mehrere führende Automobilhersteller hätten die Zeichen der Zeit erkannt – auch in Deutschland, wo sich Firmen wie Daimler, BMW und Volkswagen mittlerweile auf den Weg gemacht haben. Aus diesem Grund hat Umicore seine Produktionskapazität für Brennstoffzellenkatalysatoren in Südkorea unlängst erweitert und investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in den Bau einer neuen Produktionsanlage bei Seoul. Zusammen mit den Produktionskapazitäten in Hanau sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, um die wachsende Nachfrage seiner Kunden weltweit bedienen zu können.

Je schwerer das Fahrzeug und je weiter die zu bewältigende Distanz, desto größer die Vorteile gegenüber der Batterie – so lautet vereinfacht die Formel, mit der sich der Erfolg der Brennstoffzellentechnologie zusammenfassen lässt. Im Stadtverkehr könne die Batterie hingegen punkten, wenngleich die Frage der Infrastruktur angesichts der vielen benötigten Ladesäulen insbesondere in eng bebauten Gegenden wie beispielsweise in der Frankfurter Innenstadt eine große Herausforderung sei, so Lothar Mussmann.

„Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Ich bin froh, dass ein Unternehmen aus meinem Wahlkreis hier im Konzert der Großen weit vorne mitspielt“, betonte Katja Leikert. Aufgabe der Politik sei es, für die entsprechenden Rahmenbedingungen zu sorgen um den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. „Dafür will ich mich gerne stark machen“, so die CDU-Abgeordnete.