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Unterstützung statt Präsente

(Gelnhausen/pm) - Kreiswerke Main-Kinzig spenden 2.500 Euro an drei soziale Institutionen Zur Weihnachtszeit verzichten die Kreiswerke Main-Kinzig traditionell auf Präsente für ihre Geschäftspartner. Stattdessen unterstützen sie gerade zum Jahresende soziale Einrichtungen mit einer Spende. In diesem Jahr beschenkte das regionale Versorgungsunternehmen die drei Hilfsorganisationen Lawine e. V., die Bürgerhilfe Bruchköbel und die Kinderinitiative Bad Orb mit insgesamt 2.500 Euro. Kreiswerke-Geschäftsführer Bernd Schneider hatte jetzt Vertreter aller drei Vereine eingeladen, um den symbolischen Spendenscheck zu übergeben.

Der Jahreswechsel ist eine Zeit des Besinnens. Gerade dann denken wir an die Menschen, deren Lebensumstände sie in einen Grenzbereich geführt haben. Und dann ist die professionelle Hilfe von Institutionen notwendig, von Menschen, die einen auffangen und unterstützen. „Es stand außer Frage, dass auch wir Verantwortung übernehmen und soziale Einrichtungen fördern, die von außerordentlichem ehrenamtlichen Engagement und Mitgefühl geprägt sind“, betonte Bernd Schneider, Geschäftsführer der Kreiswerke, bei der Spendenübergabe. Seit mehr als 25 Jahren begleitet der Verein „Lawine“ als Beratungs- und Präventionsstelle Mädchen und Jungen sowie Frauen und deren Bezugs- und Vertrauenspersonen. Das Angebot der Beratungsstelle umfasst ebenfalls den Bereich der Prävention an Schulen und die Fort- und Weiterbildung von Pädagogen. Für den Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau ist die Lawine die einzige Fachberatungsstelle für Betroffene von sexueller Gewalt.

Roberta Bandel, Mitarbeiterin und Geschäftsführender Vorstand, freut sich mit dem Team: „Das Angebot der Beratungsstelle Lawine e.V. finanziert sich auch über einen Anteil aus Spenden. Die Weihnachtsspende nutzen wir, um das therapeutische Spielmaterial, wie etwa Bilderbücher oder Handpuppen, für das Kindertherapiezimmer zu erneuern und zu ergänzen. Die Kinderinitiative Bad Orb e.V. ist ebenfalls in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Zielgruppe deren pädagogischer Arbeit sind junge Menschen mit sozialer Benachteiligung. „Jedes Kind, das Hilfe braucht, soll auch Hilfe erhalten“ – dies ist der Grundsatz der Kinderinitiative. Gerade jungen Menschen in sozial schwierigen Lagen wird ein geschützter Ort angeboten, an dem deren persönliche Entwicklung gefördert wird. „Sie auf ihrem schulischen und beruflichen Weg zu begleiten und zu unterstützen, ist das Ziel der Kinderinitiative“, so Gerald Flinner, Geschäftsführer der Kinderinitiative Bad Orb. Die Spende wird hier gerne für Spiel- und Lernmaterial verwendet.

Die Bürgerhilfe Bruchköbel bildet als gemeinnütziger Verein seit über 15 Jahren ein Netzwerk mit aktuell fast 1.100 Mitgliedern. Ziel der Gemeinschaft ist es, sich gegenseitig zu helfen und ein Miteinander von Alt und Jung zu schaffen. Das gelingt über ein breit gefächertes Hilfsangebot. Hierzu gehören Begleitdienste zum Arzt oder beim Einkauf, eine erste rechtliche Beratung, die „Betreuung“ der Wohnung während des Urlaubs, das Durchführen von Veranstaltungen sowie die Unterstützung von Schülern bei ihren Hausaufgaben. Die Arbeitsgruppe „Digitale Zukunft“ trägt wesentlich dazu bei, dass die Bürgerhilfe „auf der Höhe der Zeit“ bleibt. Entsprechende Schulungskurse wurden und werden mit Hilfe von Schülern des Lichtenberg Oberstufengymnasiums durchgeführt.

„Die Spende kommt gerade zur rechten Zeit“, so Joachim Rechholz, 1. Vorsitzender der Bürgerhilfe Bruchköbel. Im Zuge der Innenstadterneuerung wird das Seniorenzentrum, in dem der Verein bislang ansässig war, abgerissen. „Ein Umzug ins Gebäude des Bürgerbüros war jetzt notwendig. Das Geld nutzen wir nun für diesen Umzug; hierzu gehört auch die Aktualisierung der technischen Ausstattung“, erklärt Joachim Rechholz. Alle drei Organisationen helfen Menschen in Krisensituationen, stehen ihnen in schweren Zeiten bei, sind einfach für sie da und schenken ihnen Mut. „Geld kann eine verletzte Seele nicht heilen - aber wir können etwas Licht herein bringen, indem wir jemandem eine Freude bereiten“, erläutert Bernd Schneider die Beweggründe für die Weihnachtsspende. „Den Bezugspersonen, die diese Schicksale mittragen und den ehrenamtlichen Helfern, die die Betroffenen begleiten, gilt unser aufrichtiger Respekt.“