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Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, Lutz Heyer, Inga und Werner Zimmermann sowie                                    Bürgermeister Günter Maibach bei der Überreichung des Landesehrenbriefs an Werner Zimmermann,                                    die – wie immer überraschend vorgenommen wurde. Foto © Habermann

(Bruchköbel/pm) - In der letzten Vorstands- und Beiratssitzung der Bruchköbeler Fritz-Hofmann-Stiftung verschlug es dem ansonsten so wortgewandten Werner Zimmermann die Sprache. Der Vorstandsvorsitzende Lutz Heyer und Bürgermeister Günter Maibach begrüßten den Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann. Dieser hatte die ehrenvolle Aufgabe im Auftrag von Landrat Thorsten Stolz den Ehrenbrief des Landes Hessen in Würdigung langjähriger ehrenamtlicher Leistungen an Werner Zimmermann zu überreichen. An der Ehrung nahm als weiterer Überraschungsgast auch Frau Inga Zimmermann teil, die ihren Mann in seinen langjährigen und vielfältigen Tätigkeiten stets unterstützte. Die vielen Stationen des ehrenamtlichen Wirkens von Werner Zimmermann erstaunte selbst diesen. 

Der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Bruchköbel trat er mit 12 Jahren als Mitglied des Jugendorchesters bei. Hier hatte er mit 20 Jahren das Amt des Hauptkassierers inne. Er gehört dem Verein heute noch an und gestaltete nicht nur das Vereinslogo, sondern auch die Konzertplakate, Programme und Flyer tragen seine unveränderliche  Handschrift. Als Vater zweier Sport begeisterte Söhne war es dann auch nicht verwunderlich, das er zur Sportvereinigung Roßdorf stieß. Hier war er einige Jahre Jugendbetreuer, wurde zum Jugendwart gewählt und war 7 Jahre als 1.Vorsitzender tätig, bis es seine berufliche Tätigkeit als geschäftsführender Kreativdirektor und Gesellschafter einer Werbeagentur zeitlich nicht mehr zuließ. Seine Spuren hat er bis heute hinterlassen. In die Zeit seiner Vorstandstätigkeit fällt die Gründung der Roßdorfer Jugendfußballtage, die noch heute jeden Sommer durchgeführt werden. Werner Zimmermann scheidet mit 63 Jahren aus dem Agenturleben aus und ist noch 7 Jahre lang als Dozent an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design tätig.

 Als 2003 der damalige Bürgermeister der Stadt Bruchköbel, Michael Roth, eine Arbeitsgemeinschaft Stadtmarketing ins Leben rief, in der ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter tätig waren, ist Werner Zimmermann mit dabei. Seine Kompetenz und langjährigen Erfahrungen in professioneller Marketingarbeit und Markengestaltung sind hier von großem Nutzen. Beeinflusst von Werner Zimmermann und in Zusammenarbeit mit der hauptamtlichen Leiterin der Arbeitsgruppe Andrea Weber arbeitete man engagiert an der Profilierung der Stadt Bruchköbel. Galt es doch hier eine Marketingpositionierung für die Stadt Bruchköbel zu erarbeiten und Bruchköbel als bevorzugten „Lebens-Mittelpunkt“ zu etablieren.   Um  dieser  Absicht  eine sichtbare Gestalt zu verleihen, entwickelte Werner Zimmermann das heutige Logo der Stadt. Unverwechselbar der markante Kirchturm der Jakobuskirche. Als verbale Umsetzung der Marketingpositionierung entwickelte er den Slogan: „Bruchköbel. Da will ich leben.“ Der Slogan hat sich durchgesetzt und ist weit über die Region hinaus bekannt. Die Gestaltung aller städtischen Kommunikationsmittel und Drucksachen in einem durchgängigen Design prägen das Erscheinungsbild der Stadt Bruchköbel. Dies ist Werner Zimmermann zu verdanken. Der Messestand auf der Handwerker- und Gewerbemesse hatte das durchgängige Stadtdesign zum Inhalt und war ein Entwurf von ihm. So gestaltete Werner Zimmermann auch eine Reihe von individuellen Logos für die verschiedensten Einrichtungen der Stadt: die Stadtbibliothek, Soziale Dienste, Seniorenbeirat, Frauen-Referat, Jugendreferat, Seniorenwerkstatt, Stadtmarketing und viele mehr zeigen sein Können. Die Umbenennung der städtischen Kindertagesstätten von nüchternen Namen wie Kindertagesstätte Nord zu emotionalen Namen wie Kindertagesstätte Wirbelwind, Kindertagesstätte Südwind, Zauberweide usw. sowie die dazugehörigen Logos entstammen seiner Initiative und geben Zeugnis seiner außergewöhnlichen Kreativität. Ebenso sind die Stelen der Stadtbeschilderung sein Entwurf wie auch die Beschilderung historischer Gebäude, die Hinweisschilder Picot Bello als auch die Titel der Veranstaltungsprogramme der Stadt Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Seit 2006, zunächst im Beirat, dann im Vorstand der Fritz-Hofmann-Stiftung tätig, war Werner Zimmermann in erster Linie für die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung verantwortlich. Ihm oblag federführend die Gestaltung und Organisation der jährlich stattfindenden Kinder-Kultur-Tage, sowie die Pressearbeit und der Internet-Auftritt. Zielsetzung  bei all seinen Aktivitäten für die Stiftung war ihm stets die Erhöhung des Bekanntheitsgrades, um sicherzustellen, dass sozial schwache Familien, das Angebot der Hilfs- und Fördermaßnahmen für ihre Kinder kennenlernen.

Werner Zimmermann hat sich nun entschlossen, seine Vorstandsarbeit in der Fritz-Hofmann-Stiftung aufzugeben und seine Aufgaben in jüngere Hände zu geben. Lutz Heyer, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Bürgermeister Günter Maibach und die Mitglieder des Stiftungsbeirats bedauern sein Ausscheiden sehr, haben aber Verständnis dafür und wünschen ihm einen angenehmen Lebensabend an der Seite seiner Frau. Werner Zimmermann bedankt sich herzlich bei allen, die sich für die großartige Ehrung eingesetzt haben.