Bruchköbeler Kurier, das wollen Sie wissen.

Banner mit Weihnachtsferien 2015. vom 21.12,2015 bis einschl. 8.01.2016 

…vom 20.12.2018 bis einschließlich 12.01.2019.

Ab dem 14.01.2019 sind wir wieder für Sie da. 

Fly in der Schule. Foto © privat

(Bruchköbel/pm) - Der Förderverein der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel ist auf den Hund gekommen ! Seit Gründung des Fördervereins der Heinrich-Böll-Schule hat er so manches Projekt an, in und um die Schule gefördert wie z.B. die Erneuerung des Musikfachbereiches mit Musikinstrumenten, Investitionen in die Digitalisierung der Schule aber auch so einfache Dinge wie Bücher oder die Unterstützung von Großveranstaltung wie die 50-Jahre-Feiern und, und, und! Alles war dabei und es gab bisher wenig, was nicht unterstütz wurde! Nun ist aber die Liste der Unterstützenden seit Beginn des Jahres 2018 um einen ganz besonderen „Lehrer und Pädagogen“ reicher, so Heinrich Klos 1. Vorsitzender des Fördervereins.

Er läuft dabei auf vier Pfoten, hat eine kalte, feuchte Schnauze und ist ganz besonders bei allen Schülerinnen und Schülern beliebt – Golden Retriever Hündin Fly. Vorstand des Fördervereins mit Fr. Drebes und Fly Das ruhige, freundliche Wesen, die hohe Toleranz- und Reizschwelle, sowie eine absolute Verträglichkeit mit Kindern, macht Fly für die Schule mittlerweile unentbehrlich. Gemeinsam mit der Lehrkraft Frau Drebes hat sie die Ausbildung zum Therapie- und Assistenzhund erfolgreich absolviert und sorgt somit an drei Tagen in der Woche für eine einzigartige, tierische Lernatmosphäre. Der Einsatz im Unterricht untergliedert sich dabei in drei verschiedene Möglichkeiten. Beim Präsenz-Kontakt ist Fly lediglich im Klassenzimmer anwesend. Sie bewegt sich beliebig im Raum und ein freier Kontakt zu ihr ist möglich. Sie unterstützt den Unterricht indirekt durch entspannte Effekte und wirkt sich positiv auf die Unterrichtsatmosphäre aus.

Im Rahmen der aktiven Beteiligung wird Fly gezielt im Unterricht eingesetzt. Sie dient dabei beispielsweise als Sprachanlass (Leseförderung), Lesehund oder Lernpartner. Sie bereichert den Unterricht in solchen Phasen vor allem als Verstärker und Motivator. Wird ihr der Lärmpegel im Klassenzimmer beispielsweise zu laut, so hat sie gelernt mit einer eigenen Klingel die Schülerinnen und Schüler an das leise und konzentrierte Arbeiten zu erinnern. Nicht selten wird Fly zusätzlich direkt und gezielt in den Unterricht mit eingebunden. Hier steht die Arbeit mit ihr im Vordergrund, wodurch die Aufgabenstellungen Fly in der Schule vom üblichen Unterricht abweichen können. Über diese Arbeit werden u.a. Selbstdisziplin, Impulskontrolleund Selbstwahrnehmung der Schüler trainiert. In Kooperation mit Frau Keim (Schulsozialarbeit) wird Fly zudem gezielt in Einzel- und Konfliktberatungen eingesetzt. So finden, um das Konfliktpotential in der Förderstufe (5. und 6. Klasse) möglichst gering zu halten, für diese Schülerinnen und Schüler sogenannte „Flypausen“ statt. Auf positive Weise können sie dabei Anerkennung und Bewunderung ihrer Mitschüler erhalten und mehr Selbstvertrauen gewinnen. Sie erarbeiten, unter Anleitung, wichtige Regeln im Umgang mit dem Schulhund sowie die Verteilung der „Hundedienste“, also wer sich um Wohlbefinden, Spazieren gehen, Sauberkeit und Wasser kümmert. In die Einzelberatungen kommen u.a. Schüler und Schülerinnen mit unterschiedlichsten Ängsten, einer Mobbingproblematik, selbsterfahrenen Traumata und vielen anderen für sie schwierigen Themen und Gefühlen. Hier kann die Schulhündin Fly besonders ängstlichen, traumatisierten Kindern und/oder Kindern mit wenig Selbstvertrauen als „Türöffner“ und „Brückenbauer“ helfen sich zu öffnen und schwierige Themen anzusprechen. Laut wissenschaftlicher Studien und eigenen Erfahrungen kann die Anwesenheit eines Hundes beruhigen und entspannen, Ängste und Depressionen abbauen, das Selbstvertrauen stärken, Stress und Aggression lindern. Hunde machen Spaß, fördern positive Erfahrungen und motivieren, deshalb unterstütz der Förderverein dieses Projekt aus ganzer Überzeugung.