Bruchköbeler Kurier, das wollen Sie wissen.

Foto © privat
Foto © privat

Besonderer Gottesdienst der ev. Kirchengemeinde Issigheim

(Bruchköbel/pm) - Diese Art, einen Gottesdienst mit dem Beginn einer Fußball-Weltmeisterschaft zu verbinden, kann nur als gelungen bezeichnet werden. Der Fußball „saß“ auch in den gut gefüllten Kirchenreihen in Gestalt von entsprechend in Trikots gekleideten und geschminkten Menschen.

Pfarrer von Dörnberg spielte selbst in dem Blechbläserquintett IG Blech mit, das, so der Pfarrer, im Freundschaftsspiel mit dem Gospelchor „Praise Him“ unter der Leitung von Oliver Pleyer die Anwesenden auf die WM einstimmen wollte. Auch deren Kleidung war auf Fußball abgestimmt. Die Bläser trugen weiße Oberteile, die Sänger/innen schwarze. Quasi zwei Mannschaften, die aber nicht gegeneinander sondern miteinander „spielten“. Und so begannen die Bläser dann nach dem Motto „wer wird gewinnen“ mit dem Triumphmarsch aus der Oper „AIDA“. Die Musikstücke der Bläser kamen jeweils aus den Ländern, die aus ihrer Sicht zu den WM-Favoriten zählen, u.a. „Yesterday“ für England, „Tango afferado“ für Argentinien und aus Bizets Carmen die „Habanera“  für Spanien. Der Chor begeisterte mit Stimmgewalt und einer aus dem Herzen kommenden Kraft. „We believe“, „On the cross off Calvery“ berührten die Zuschauer sehr.

Pfarrer von Dörnberg verknüpfte durch seine „geistlichen Anstösse“ die Bibel und den Fußball auf eindringliche Weise unter Hinweis auf die Bergpredigt. Die Seligpreisungen Jesus Christi trugen junge Menschen in etwas abgewandelter Form vor, so dass auch sie auf den Fußball und das Gemeinsame zielten. Man müsse verlieren können, einen Sieg als Geschenk betrachten, das Wohl des anderen beim Spiel auch nicht vergessen, fair spielen, unverkrampft vollen Einsatz geben und sich auch über den Sieg des anderen freuen können. Fußball und Glauben kommen sich manchmal sehr nahe. Wobei es beim Glauben um einen Sieg geht, der weiter reicht als der nächste WM-Pokal. „Lebbe geht weiter“ so der ehemalige Eintracht-Trainer Dragoslav Stepanovic. Eine urevangelische Einstellung scheint dahinter auf, die von Bläsern und Chor mit dem gemeinsamen Lied „You‘ll never walk alone“ als Segen den Besuchern zu gesungen wurde.