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(Bruchköbel/jgd) – CDU und SPD wollen das Thema der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auf den Entscheidungsweg bringen. Dazu wollen sie jetzt den Magistrat der Stadt mit einem Antrag ermuntern, sich beim Land Hessen für die „Baulandoffensive“ des Landes Hessen anzumelden, um schnellstmöglich neue Flächen, insbesondere zur Realisierung von bezahlbarem Wohnraum, zu ermitteln.

Bereits mehrfach habe sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum beschäftigt. Konsens unter den Politikern sei, so CDU und SPD: Der Stadt Bruchköbel fehle es an bezahlbarem Wohnraum. Nicht zuletzt durch die verstärkte Ansiedlung von großen Unternehmen mit zahlreichen Mitarbeitern im niedrigen und mittleren Lohnsegment auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes Langendiebach sieht man die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigen.

Obwohl kaum noch ausgewiesenes Bauland vorhanden sei, müsse Bruchköbel also weitere Flächen als Bauland ausweisen. Auch das Land Hessen habe in einer Untersuchung festgestellt, dass in Bruchköbel weiterer Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bestehe. Folglich sei Bruchköbel in den förderungswürdigen Kreis hessischer Städte und Gemeinden aufgenommen. Ziel der „Baulandoffensive“ des Landes Hessen sei es, die Städte und Gemeinden dabei zu unterstützen, möglichst schnell neues Bauland zu entwickeln.

In aufeinander aufbauenden Schritten beschreibt die hessische „Baulandoffensive“ den Weg zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums: Zunächst trete die Kommune mit der Bauland-Offensive Hessen GmbH in Kontakt. Diese ermittele sodann im Gespräch die Tauglichkeit von potentiellem Bauland am Ort. Die GmbH erstellt sodann im Auftrag des Landes für die Kommune eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsprüfung für die ermittelten Flächen. Die finanzielle Beteiligung der Kommune an der Machbarkeitsstudie pro zu untersuchender Gesamtfläche beträgt dabei 8.900 €. Die Kommune bleibe Herr des Verfahrens, heisst es: Kommt die Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsprüfung zu einem positiven Ergebnis, entscheidet die Kommune, mit welchen Instrumenten und mit welchem Partner die Baulandentwicklung durchgeführt wird. Entscheidet sich die Stadt sodann für die Zusammenarbeit mit der Bauland-Offensive Hessen GmbH, wird sie selbst Gesellschafterin der GmbH und schließt einen Entwicklungsvertrag ab. Die Bauland-Offensive Hessen GmbH kauft sodann auch Grundstücke von privat an und führt die Baulandentwicklung im Treuhandauftrag der Kommune durch. Baureife Grundstücke werden dann am Markt angeboten und an private und öffentliche Investoren verkauft.