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(Bruchköbel/pm) - Neujahrsempfang beim Marketing- und Gewerbeverein. Am vergangenen Donnerstag hatte der MGV Bruchköbel, einer Tradition des ehemaligen HGV folgend, zum Neujahrsempfang eingeladen. Zu Beginn konnte Reiner Ochs, der gekonnt durch die Veranstaltung führte, zahlreiche Gäste begrüßen, darunter Landrat Thorsten Stolz, die Landtagsabgeordneten Christoph Degen und Hugo Klein und Bürgermeister Günter Maibach. Auch die Vertreter der beiden Sponsoren, der Frankfurter Volksbank und der Sparkasse Hanau wurden herzlich willkommen geheißen.

Der Moderator erklärte den Anwesenden dann, dass Tradition eine der Triebfedern des neuen Vereins sei und dass dieses Wort noch des Öfteren an diesem Abend zu hören seien werde.

Bevor der erste Redner das Podium betrat, machten zunächst die Bruchköbeler Sternsinger mit Liedern und Reimen auf ihre diesjährige Hilfsaktion unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ aufmerksam und konnten im Anschluss daran zahlreiche Spenden der Gäste entgegennehmen.

Es folgte die Rede des ersten Vorsitzenden des MGV, Ralf Puppe. Er erklärte zunächst den Gästen, wie die beiden Vereine, Stadtmarketingverein Bruchköbel und Handwerker- und Gewerbeverein Bruchköbel, im vergangenen Jahr vorschmolzen wurden. Im Weiteren ging der erste Vorsitzende auf die Ziele des Marketing- und Gewerbevereins und die geplante Umsetzung dieser Ziele ein. So wolle der neue Verein nicht mehr nur eine Vertretung der Gewerbetreibenden sein, sondern sehe sich als Ansprechpartner für alle Bevölkerungsgruppen. Im Folgenden erfuhren die Zuhörer unter anderem, dass der MGV, wie in den Jahren zuvor bereits die beiden Ursprungsvereine, in 2017 zahlreiche Feste und Märkte finanziell und personell unterstützte. Puppe stellte die gute Zusammenarbeit mit der Stadtmarketing Bruchköbel GmbH heraus, die man als verlässlichen und kompetenten Partner kennengelernt habe. Nach Anmerkungen zu einigen positiven Entwicklungen im vergangenen Jahr ging Puppe zum Thema Altes Rathaus über. Er erklärte, er wünsche sich, die Sternsinger würden am nächsten Tag die Buchstaben C+M+B, die für „Christus segne dieses Haus“ stehen, an die Eingangstür zum alten Rathaus schreiben. So stünden die Chancen für eine Wiederbelebung dieses historischen Gebäudes dieses Jahr sicher besser. Dann leitete der erste Vorsitzende mit den Worten „Vom alten Rathaus ist es nur ein Katzensprung zur Innenstadtsanierung. Allerdings springt die Katze in Bruchköbel inzwischen bereits fünf Jahre…“ zu einem sehr aktuellen Thema über. Am Beispiel der in der letzten Stadtverordnetensitzung thematisierten Fragen zur Bauplanung brachte er das Unverständnis des MGV zur erneuten Verzögerung des Baubeginns zum Ausdruck. Es dränge sich ihm der Eindruck auf, die Beteiligten hätten in den vergangenen Jahren nicht, oder nicht richtig miteinander geredet. Zwar solle niemand einer unklaren oder riskanten Finanzierung zustimmen, aber bereits gefasste Beschlüsse immer wieder zu hinterfragen und zu verschieben sei auf keinen Fall das richtige Signal an mögliche Investoren. Man müsse sich bewusst sein, dass heute die Weichen für die Zukunft gestellt würden. Was werde Bruchköbel in einigen Jahren sein, eine prosperierende Stadt im Main-Kinzig-Kreis oder eine Schlafstadt vor den Toren Frankfurts?

Ralf Puppe rief danach die Gewinnerin des Adventskalender- Gewinnspiels, Frau Inge Schreiber auf die Bühne. In Anwesenheit der Geschäftsführerin der Stadtmarketing GmbH wurde ihr dort ihr Gewinn, ein Apple iPad, überreicht, den sie sichtlich erfreut entgegennahm.

Bürgermeister Günter Maibach zählte in seiner Ansprache die positiven Ereignisse auf, die Bruchköbel im vergangenen Jahr verzeichnen konnte. So etwa die Entwicklung in den Baugebieten Bindwiesen und Peller II und III oder auf dem Gelände des Fliegerhorstes, an dem die Stadt zu 1/3 beteiligt ist. Besonders erwähnte er die Entscheidung der Firma Wilhelm Brandenburg, sich dort anzusiedeln und bis zu 1300 Arbeitsplätze zu schaffen. Der Rathaus-Chef ging appellierte auch an die Stadtverordneten, die Entscheidung zum Baustart des Projekts nicht unnötig hinauszuzögern. Einen besonderen Dank sprach Maibach allen Ehrenamtlichen und deren Einsatz in den Vereinen und bei den Festen aus.

Landrat Thorsten Stolz hob hervor, dass sich der Kreis zuletzt sehr positiv entwickelt habe. So freue man sich über eine relativ geringe Arbeitslosenquote und über zahlreiche umfangreiche Investitionen großer Unternehmen, die andere Landkreise so nicht vorweisen könnten. Auch sei der Main-Kinzig-Kreis im Dezember 2017 aus dem Rettungsschirm des Landes Hessen entlassen worden. Und ohne die zahlreichen Aktiven und Helfer in den unterschiedlichsten Vereinen käme das soziale Miteinander über kurz oder lang zum Erliegen. Allen diesen Ehrenamtlichen sei eines gemein, sie seien Macher. Sie setzten sich aktiv für ihre Ziele ein, auch wenn sie manchmal widrige Umstände vorfänden, so Stolz. Solche Leute brauche es.

Dietmar Hussing betrat sodann als Laudator die Bühne. Gekonnt ließ er mit vagen Hinweisen die Gäste möglichst lange im Unklaren darüber, wen der MGV in diesem Jahr für sein soziales Engagement ehren wolle. Schließlich rief er Rainer Müller, den Vorsitzenden der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Bruchköbel zu sich. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des MGV folgte die Überreichung des Ehrenpreises, den der Marketing- und Gewerbeverein seit einigen Jahren auslobt.

In seiner Dankesrede ging Rainer Müller kurz auf die Erfahrungen ein, die er in seiner über 45-jährigen Vorstandstätigkeit sammeln konnte. Es seien sehr schöne Erinnerungen, doch komme nun langsam der Zeitpunkt, um an einen Nachfolger zu denken. Doch dieses Unterfangen stelle sich schwerer da, als zu vermuten wäre. Leider sei die Bereitschaft zur Übernahme von Vorstandstätigkeiten nicht mehr so groß, ein Problem, dem nahezu alle Vereine entgegensehen.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Reiner Ochs auf der Bühne die anwesenden Mitglieder des erweiterten Vorstands des MGV Bruchköbel vor, ehe er sich bei den Firmen Schäfer & Schäfer und der Gärtnerei Itt für das leckere Büffet und die Gestaltung des Festsaals. Des Weiteren galt sein Dank den Helfern der DLRG Bruchköbel, die die Gäste gekonnt bewirteten. Danach erklärte er das Büffet für eröffnet.