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(Bruchköbel/pm) - In aller Deutlichkeit kritisieren die Bruchköbeler Grünen in einer Pressemitteilung den jetzt beschlossenen Wasser-Liefervertrag mit den Kreiswerken Main-Kinzig. Mit dem Vertrag habe die Koalition aus CDU und SPD die Stadt auf 20 Jahre an den bisherigen Wasserversorger gebunden und sich damit jeder Option auf weicheres Wasser bis ins Jahr 2038 beraubt, so der Fraktionsvorsitzende Uwe Ringel. Die Grünen seien sich sicher, dass eine seriöse Untersuchung – wenn sie denn vom Magistrat gewollt worden wäre – weitere Optionen hätte aufzeigen können.


Vorwürfe, die Oppositionsparteien hätten alternative Angebote auf den Tisch legen müssen, sehe man als rein parteitaktisches Geklüngel. Alle drei Oppositionsparteien hätten genügend andere Möglichkeiten in die Diskussion eingebracht. „Diese fundiert zu hinterlegen, kann ein ehrenamtliches Parlament aber nicht leisten – das ist Aufgabe der Verwaltung“, so Ringel. Die habe aber von Anfang an einseitig nur auf ein Pferd gesetzt. Wichtiger als eine Lösung oder zumindest eine Denkpause angesichts der Ausnahmesituation des harten Wassers in Bruchköbel sei nach Einschätzung der Grünen aber offenbar das versprochene Mehr an Konzessionsabgaben gewesen – zur Finanzierung der neuen Innenstadt?

Die Kompromissunfähigkeit von CDU und SPD sehen die Grünen zunehmend als Menetekel für die Entwicklung des neuen Bruchköbeler Zentrums. Kritik, auch wenn sie positiv sein könnte, werde per se abgelehnt. Die Koalition könne sich wohl nur noch durch Härte – wohl auch nach innen - abgrenzen kann, unkt Ringel, der auch daran erinnert, wie die Grünen auch in der Opposition so manchen Haushalt nach konstruktiver Kritik über die Hürden gehoben hätten. „Wir Grünen haben große Sorge, dass die Stadtregierung das für Bruchköbels Zukunft extrem wichtige Projekt Innenstadt selbst gegen die Wand fährt – erste Absetzbewegungen in der Koalition lassen sich wohl nur noch mit Mühe im Zaum halten.“