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Aktionstag

(Bruchköbel/pm) - Laut UN sind Afghanistan, Indien und der Ost-Kongo für Frauen und Mädchen die gefährlichsten Länder der Welt. Für ihr Buch „Wo Frauen nichts wert sind“, hat die bekannte Fernsehjournalistin Maria von Welser diese Länder bereist, um sich selbst ein Bild darüber zu machen. Anderthalb Jahre recherchierte sie dafür und berichtet nun über das Unrecht an Frauen und klagt den Missbrauch an. Anlässlich des Aktionstags „NEIN zu Gewalt an Frauen“ hatte die Frauenbüros der Städte Hanau, Maintal und Bruchköbel sowie dem Referat für Frauenangelegenheiten und Chancengleichheit des Main-Kinzig-Kreises, die resolute Journalistin für einen Vortrag mit anschließendem Gespräch eingeladen.

Schonungslos berichtet Maria von Welser von ihren Erfahrungen, aufgeteilt in drei Länder. Afghanistan, wo Frauen als Eigentum der Männer gelten. „Der Mann als fundamentales Wesen, dem die Frauen untergeordnet ist.“ Frauenrechte sind dort ein Fremdwort. Ost-Kongo, wo Vergewaltigungen von Frauen als Kriegswaffe eingesetzt werden und Frauen und Mädchen als Sexsklavinnen gehalten werden. Und Indien, laut Maria von Welser, das gefährlichste Land für Frauen überhaupt. „Keine Frau geht nach 17:00 Uhr noch alleine auf die Straße. Selbst in einem Taxi ist Frau nicht mehr sicher.“ Der Vortrag hinterlässt Spuren bei den Zuhörerinnen und Zuhörer. Wird es doch jedem deutlich, wie gut es einem selbst geht und wie wichtig es ist, sich auch hier in Deutschland, für die Menschenrechte dieser Frauen vor Ort einzubringen.

Foto v.l.n.r. Maria von Welser, Stadtrat Thomas Morlock (Hanau), Ute Pfaff-Hamann (Frauenbüro MKK), Monika Kühn-Bousonville (Frauenbüro Hanau), Bürgermeisterin Monika Böttcher (Maintal), Anne Denecke (Frauenbüro Maintal), Claudia Krämer (Frauenbüro Bruchköbel).