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(Main-Kinzig-Kreis/pm) - Die neuen Schulstudien werfen ein erschreckendes Licht auf das schulische Bildungsniveau, findet man beim Main-Kinzig- Kreisverband der AfD. In verschiedenen Zeitungsberichten äußerten sich Lehrer kritisch zu den „teilweise katastrophalen Umständen“ und berichteten von „schlimmsten sozialen Verhältnissen“, so die AfD in einer Pressemitteilung. Als wesentlicher Grund werde dabei der hohe Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund benannt. Ulrich Langenbach, AfD-Kreistagsabgeordneter und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Partnerschaften im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises und selbst Vater schulpflichtiger Kinder, hatte deswegen vor ca. vier Wochen eine Anfrage an Schuldezernent Zach gerichtet.

Zweck der für die AfD-Fraktion gestellten Anfrage sei gewesen, zu klären, inwieweit die beschriebenen Verhältnisse auch in den Schulen des Kreises um sich greifen. Bislang sei nur mitgeteilt worden, dass die Frage an das zuständige Schulamt weitergeleitet worden sei. Eine Antwort stehe noch aus.

In der genannten IQB (Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen) - Studie wurden die Standards im Bildungswesen der letzten fünf Jahre untersucht. Signifikant auffällig sei, dass das Nachbarland Baden-Württemberg - seit vielen Jahren von den Grünen regiert und ehemals Vorzeigeland in der Kategorie „Lesen“ – inzwischen auf die hinteren Plätze abgestürzt sei. Gründe für den Absturz seien die 2012 von „Grün-Rot“ eingeführte Gemeinschaftsschule und die bis heute umstrittenen Konzepte wie „Schreiben nach Gehör“. Ähnliches sei in der Kategorie Mathematik zu erkennen, wo nur noch ein Mittelplatz erreicht werde.

Diese Konzepte würden auch in Hessen und auch im MKK praktiziert, so die AfD. Der in Baden-Württemberg festgestellte negative Trend habe auch hierzulande eingesetzt. „Das Fatale ist,“ so Langenbach, „dass ohnehin jede hessische Grundschule selbst entscheidet, mit welcher Methode Kinder Lesen und Schreiben lernen und es dem Zufall überlassen ist, ob in einem Ortsteil einer Gemeinde des Kreises ‘Schreiben nach Gehör‘ gelernt wird und im Nachbarort nicht.“ Um vor allem betroffenen Eltern Klarheit zu verschaffen, an welchen Grundschulen im MKK „dieser Irrsinn“ praktiziert werde, wolle die AfD-Fraktion eine weitere Anfrage an den Schuldezernenten stellen.