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Grüne preschen mit Idee vor

(Bruchköbel/jgd) – Interessanter Antrag von Bündnis 90/Grüne zur Haushaltsrunde 2018: Mit Blick auf den Mangel an Veranstaltungsräumen während der kommenden Innenstadt-Bauarbeiten will die Partei endlich das Alte Rathaus reaktivieren. Es sei zu erwägen, so die Grünen, ob die Räumlichkeiten im Alten Rathaus für die vielen Nutzer des Seniorentreff Mitte, das Jugendzentrums und weiteres zur Verfügung gestellt werden könnten – statt das Gebäude jahrelang weiter leer zu stehen zu lassen oder nur an wenigen Tagen im Jahr als ‘Heimatmuseum‘ zu öffnen.

Die Idee scheint zuvor bereits innerhalb der Stadtverwaltung beredet worden zu sein, aber es ist jedenfalls nun die Grüne Partei, die dieses Thema zur Beschlussfassung ins Parlament einbringt. Spannend daran ist auch, dass es damit wohl erstmals eine Rathauspartei wagt, das Kind öffentlich beim Namen zu nennen, über das bislang offiziell niemand gerne redet: Dass nämlich eine zukünftige Nutzung als Gasthaus in den Sternen steht, vielleicht gar nicht mehr möglich ist. Zwar geistert die Hoffnung auf einen neuen kulinarischen „Ratskeller“ seit rund 10 Jahren durch die Stadt, und manche Bürger trauern immer noch dem Wein im Gewölbekeller nach, hoffen auf einen Neuanfang. Aber die Probleme mit der fehlenden Barrierefreiheit scheinen bei allen Zugängen und Toiletten des historischen Gebäudes doch so gravierend zu sein, dass sich einfach seit 10 Jahren kein neuer Wirt hat anlocken lassen. Vor einigen Wochen hatte der BK in einem Bericht auf  dieses Grundproblem aufmerksam gemacht - als nämlich der Plan gescheitert war, einen mit Landesmitteln finanzierten Aufzug an das denkmalgeschützte Gebäude anzubauen, um das Problem der mangelnden Barrierefreiheit zu beheben. Die Diskussion um den Antrag, besonders die Haltung der CDU-SPD-Mehrheit dazu, verspricht insgesamt Spannung.