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Tria Team Bruchköbel

(Bruchköbel/pm) - Fast ein Jahr lang haben wir die drei jungen Triathleten Alexander Baron (27), Markus Respondek (26) und Marcel Seip-Klüber (27) vom OPTIMUM-Sportbrillen-Team auf ihrem Weg zur Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt begleitet. In unserem letzten Bericht dieser Serie schildern die drei, wie sie einen Monat nach ihrem „härtesten Tag des Jahres“ auf das Rennen zurückblicken. Markus Respondek, 9:15:50 Stunden, 86. Platz (bei über 3000 Startern): „Jahrelang habe ich mich auf diesen einen Tag vorbereitet und alles akribisch geplant, um auch wirklich meine Leistung abrufen zu können. Dass aber wirklich ALLES passt, bei all den Faktoren, die mit reinspielen, bei dem Druck, den ich mir selbst gemacht habe – das hätte ich mir nie erträumt. Jetzt steht da eine Zeit, die ich in meinem Leben womöglich nie mehr unterbieten werde. Ich hatte am perfekten Tag meinen perfekten Tag und bin unglaublich happy!“

Marcel Seip-Klüber, 12:58:51 Stunden, 1934. Platz: „Mein dritter Ironman war leider mein schlechtester. Ich musste große Teile der Laufstrecke gehen und habe mir damit natürlich eine ordentliche Zeit versaut. Das Training mit Frau und Kind ist nun mal etwas anderes, das musste ich mir selbst erstmal eingestehen. Dennoch habe ich den Tag, den Zieleinlauf und auch die Vorbereitung mit Markus, Alex und dem OPTIMUM-Team sehr genossen. Ein Ironman-Finish ist immer etwas Besonderes.“

Alex Baron, 13:59:25 Stunden, 2258. Platz: „Ich bin wohl einer der wenigen Starter, der für den Marathon länger gebraucht hat, als für die 180 Kilometer Rad. Als ich schon zu Beginn der Laufstrecke Magenprobleme hatte, habe ich mich zum Glück schnell damit abgefunden, mich heute auf das Minimalziel – Finish – zu beschränken. Das war zwar ziemlich hart, aber für den Zieleinlauf hat sich das alles mehr als gelohnt – die Stimmung am Römer war phänomenal und all die Schmerzen sofort vergessen. Es wird sicher nicht mein letzter Ironman gewesen sein, die Zeit will ich so nicht stehen lassen.“

Mit der Serie haben wir versucht, Einblicke in die lange und harte Vorbereitung, aber auch in die Motivation von jungen Triathleten aus der Region zu geben. Jedes Jahr bereiten sich Mitglieder des OPTIMUM-Sportbrillen-Teams und des Tria-Team Bruchköbel auf den Ironman Frankfurt und andere Langdistanz-Rennen vor. Der Antrieb dahinter scheint sich kaum von jenen zu unterscheiden, die sich anderen Hobbies verschrieben haben – Spaß an der Sache.