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Stille Stars mit Gefieder

(Nidderau/pm) - Fünf Hühner begeisterten Kita-Kinder in Nidderau-Ostheim Nidderau. Man kann es nicht anders sagen: Die fünf Hühner vom Seligenstädter Hof Lüft waren zwei Wochen lang die stillen Stars der Kita „An der Seife“ in Nidderau-Ostheim. Jeden Tag machte sich eine stattliche Gruppe von Kita-Kindern auf den Weg zu einem nahe gelegenen privaten Garten von Kita-Eltern, um die fünf Tiere aus nächster Näher zu erleben. Nicht nur die Kinder waren begeistert von den Hühnern, auch die Eltern lernten das Federvieh bei einer „Hühnerparty“ besser kennen.

Das Projekt, dass der Elternbeirat der Kita initiiert hatte, war somit ein voller Erfolg. Geplant war im Vorfeld, dass kleine Gruppen von Kindern die Hühner täglich besuchen sollten. Diesen Plan warfen die Kinder gleich am ersten Tag komplett über den Haufen. 29 Kita-Kinder wollten unbedingt die ersten bei den fünf Leih-Hühnern sein. Auch kein Problem. Den Hühnern machte das Gewusel am wenigsten aus. Vom Fressen ließen sie sich in keinster Weise abhalten. Und die Befürchtung, dass nach dem ersten Ansturm das Interesse bei den Kindern an den Hühnern nachlassen würde, erwies sich als unbegründet: Jeden Morgen pünktlich gegen zehn Uhr erschienen zahlreiche Kita-Kinder bei den Leih-Hühnern in Nidderau-Ostheim. Das Tolle an dem Federvieh: Die Hühner waren handzahm und die Kinder konnten sie nicht nur füttern, sondern auch streicheln. Und mit ein bisschen Geschick auch hochheben. Stolze Gesichter bei den Mutigen. Es gab auch ausreichend Gelegenheit für die Kleinen, regelmäßig den Deckel des Stalls zu lüften und nach frisch gelegten Eiern Ausschau zu halten.

Nur beim Säubern des Hühnerhauses war der Andrang der Kinder nicht ganz so groß. „Wir freuen uns natürlich, dass die Tiere so gut angekommen sind. Wir wollten den Kindern ein naturnahes Erlebnis mit Tieren ermöglichen, bei dem sie gleichzeitig mehr über die Herkunft der Lebensmittel lernen. Der Höhepunkt war für die Kinder natürlich, wenn sie frisch gelegte und noch warme Eier aus dem Nistkasten holen durften“, erklärt Annika Sawade-Grubic, Vorsitzende des Elternbeirates. Der Hühnerhof Lüft hatte neben Stall und Zaun auch das Futter für die zwei Wochen mitgebracht. Und für Zusatzfutter den Hinweiszettel dazugelegt „Hühner lieben Abwechslung“. Das war dem Federvieh deutlich anzumerken: Egal ob Löwenzahn, Salat, Gurke oder Reis, die fünf vertilgten bis auf geschnittene Möhren eigentlich alles in Sekundenschnelle. Und wer von den Kindern gekochte Nudeln dabei hatte, der konnte mal richtig verrückte Hühner erleben. Ganz eindeutig war das die Lieblingsspeise der gefiederten Fünf. Und nicht wenige Kinder bedauern nach den vierzehn Tagen, dass die Hühner nun wieder zurück sind in ihrem Seligenstädter Heimathof.