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Pfadfinder-Sommer geht zu Ende

(Nidderau/pm) - Umtriebig waren sie auch in diesem Sommer wieder, die Pfadinder vom Stamm Wartbaum in Windecken. Auf dem Programm standen eine große Stammes-Sammelaktion und ein Versprechens-Wochenende der angehenden Leiter im Juni, das „kleine Sommerlager“ sowie die Touren der älteren Trupps im Juli und August bevor der traditionelle „Herbstputz“ der Pfadfinder-Hütte im September angegangen wurde. Rund 1.500 Euro kamen bei der Stammes-Sammelaktion zusammen, bei der rund 40 Pfadis Haushalte in Windecken, Ostheim und Erbstadt besuchten. Einen ganzen Tag lang waren die sieben bis 18 jährigen in Kleingruppen unterwegs und baten um Spenden, die den Trupps für Aktivitäten, dem Stamm für Anschaffungen sowie einer gemeinnützigen Organisation zugute kamen.

Hierfür haben sich die Pfadis das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Hanau ausgesucht. Die Spendenübergabe und ein Besuch der Einrichtung folgen demnächst. Ende Juni zogen sich die Leiterinnen und Leiter des Stammes dann auf einen Zeltplatz in Bad Orb zurück und feierten das Leiterversprechen von sechs Learnern, die in den vergangenen 18 Monaten stammesintern sowie auf einem Seminar der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg selbst zu Leitern ausgebildet wurden. Ein feierlicher Moment, ist der Nachwuchs, der selbst alle Stufen des Stammes beginnend mit den jungen Wölflingen im Alter von sieben bis zu den Rovern mit achtzehn Jahren durchlaufen hat, doch Zukunft und wichtige Grundlage jeder Vereinsarbeit. Die Wartbaum-Leiterrunde besteht nunmehr aus 32 Leiterinnen und Leitern und ist die jüngste aller Zeiten.

Das Highlight jeden Pfadfinder-Jahres sind das gemeinsame Sommerlager der jüngeren und die Auslandstouren der älteren Trupps. Wölflinge und Jungpfadfinder verbrachten Ende Juli sieben Tage auf dem Jugendzeltplatz Ebberg in Westhofen in Nordrhein-Westfalen, während Pfadfinder und Rover im August in Estland sowie der Slowakei zu Gast waren. Aufregende Zeiten also, egal ob für jung oder alt, in denen Spiel und Spaß nicht zu kurz gekommen sind. Ob Holzaktion, Geländespiel oder Geisterwanderung, gemeinsames Singen am Lagerfeuer oder das Schlafen in Pfadinder-Zelten im kleinen Lager: für jeden war etwas dabei. Die Älteren lernten „auf Tour“ neue Länder kennen, knüpften Kontakte zur Bevölkerung und erkundeten die überaus beeindruckenden Landschaften beim Wandern, Klettern oder Kanufahren in Estland und der Slowakei. Unbeschadet, mit großartigen Erfahrungen und Eindrücken im Gepäck aber auch körperlich angestrengt und müde kehrten alle wieder nach Hause zurück und freuen sich bereits auf das große Sommerlager 2018, das dann mit allen Trupps in Eichstätt stattfindet.

Schließlich stand im September noch der Herbstputz an, bei dem das Pfadfinder-Grundstück sowie die Hütte gereinigt und aufgeräumt, Fenster geputzt, Reparaturen erledigt und viel Brennholz gesägt wurde.

Natürlich haben nach den Sommerferien auch längst wieder die wöchentlichen Truppstunden begonnen. Eineinhalb Stunden pro Woche treffen sich die Pfadfinder dazu in Ihren jeweiligen Gruppen an der Hütte. Mit den Kleinen ab sieben Jahren stehen dabei Spiele im Freien, Feuer machen, basteln, Knoten üben oder der Taschenmesserführerschein auf dem Programm. Die Jungpfadfinder im Alter von nein bis zwölf Jahren kreieren Aufnäher oder behandeln die vier Elemente als Themenschwerpunkt, Pfadis und Rover ab 14 und 16 Jahren kochen gemeinsam, unternehmen Spieleabende und planen einen Kinobesuch. Dabei sind alle Interessierten ganz herzlich willkommen und können die zahlreichen Aktivitäten selbst einmal kennenlernen, beispielsweise im Rahmen einer Schnupper-Truppstunde. Wer mehr zu den Windecker Pfadfindern wissen oder sogar mitmachen möchte, findet weitere Infos auf der Stammes-Homepage unter www.wartbaum.de.

Bildunterschriften: Die Pfadfinder vom Stamm Wartbaum Windecken im „kleinen“ Sommerlager der jüngeren Trupps. Vor Beginn der Tageswanderung gibt es immer das allseits beliebte Gruppenfoto. Die Pfadis beim Aufstellen des Banner-Mastes, der während des Lagers Stammes- und DPSG-Banner trägt. Trupp Hydra on Tour in der Slowakei - schweißtreibende 40 Grad Celsius und Wanderrucksäcke schrecken keinen Pfadi ab.