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Usthemer Kerb 2017

(Ostheim/pm) - „Bevölkerung steht wieder zu einer Zeltveranstaltung“. Vier tolle Kerbtage, Kaiserwetter am Kerbmontag und richtig viel los auf dem Festplatz an der Marköbeler Straße. Reinhard Weider (Vorstand der Vereinsgemeinschaft) und Markus Dillmann (Mitorganisator und Chef der Usthemer Kerbburschen) ziehen ein positives Fazit zur diesjährigen Veranstaltung.

Es hat im Vorfeld schon für Aufregung und Anspannung bei den Beiden und dem dahinter-stehenden Team (VGO-Vorstand und Event-Team sowie den Kerbburschen) gesorgt. Werden die Usthemer nach fast 10 Jahren ohne Zeltkerb wieder den Weg auf den Festplatz an die Marköbeler Straße finden. Man wurde nicht enttäuscht. Schon zur Kölsche (Kerb)-Nacht am Freitag kamen annähernd 500 Besucher und wurden Zeuge einer phantastischen Musik mit Partyfeeling dargebracht von der Band „Hey Kölle“. Am Samstag dann der Fackelzug mit Feuerwehr, DRK Nidderau und dem Posaunenchor für die musikalische Begleitung. Auch hier reiten sich die Ostheimerinnen und Ostheimer hinter den Kerbburschen und dem Baum ein. Durch die Ortsstraßen ging es zum Festplatz wo die Freiwillige Feuerwehr in gewohnter Manier den bunt geschmückten Baum ohne Mühe zum Stehen brachte.

Schon so professionell wie der Münchner Oberbürgermeister dann das Nidderauer Stadt-oberhaupt Gerhard Schultheiß. Gekonnt mit „einem kräftigen Schlag“ und das offiziell erste Kerb-Fass war angestochen. Viele Gäste ließen es sich an diesem Abend nicht nehmen zu Klängen der Band „Fancy“ auf der Bühne einen Kerbtanz zu wagen. Sehr schön anzusehen waren auch spontane „Flashmops“ und „Line-Dance“ Formationen von sehr vielen jungen Leuten. Überhaupt haben junge Gäste die Kerbtage in Usthem wieder für sich entdeckt. Kerb ist ja „Kirchweih“ und so hielten es auch die Usthemer am Sonntag. Pünktlich um 11.00 Uhr war die Kirche zum ökumenischen Gottesdienst sehr gut besucht. Auch viele Ostheimer Vereinsabordnungen in entsprechender Vereinskleidung und mit Fahne waren zum Gottes-dienst erschienen. Gleich vier Geistliche, Pfarrer Lukas Ohly und Frau Anna Imhof (evangelische Kirche Ostheim), Pfarrer Dr. Ifeanyi Emejulu (Kath. Kirchengemeinde Windecken) und Herrn Simon Feucht (evangelische Gemeinschaft Ostheim) gestalteten diesen Gottesdienst. Im Anschluss ging es mit dem Posaunenchor Ostheim im kurzen Umzug zum Festplatz.

Der Familiennachmittag am Kerbsonntag brachte Groß und Klein in das Festzelt. Den Anfang machte auch hier der Posaunenchor unter der Leitung von Sabine Braun. Mit beschwingter Musik bot man den Gästen einen kleinen Auszug aus dem musikalischen Repertoire. Danach übernahm Louise Dauterich, mit ihren Pretty Fly‘s die Moderation für Tanz-darbietungen der FCO-Gymnastikmädchen und Jugend. In den Tanzpausen wurde das Kerbpaar 2017 gesucht. Mit Ratespielen und Geschicklichkeit ging es um viel altes und neues aus dem Nidderauer Stadtteil „Usthem“. Ein reichhaltiges Kuchenbüffet, mit dem Original Usthemer Mattekouche (Käsekuchen), lud alle Gäste zum Verweilen ein. Hier waren die Ostheimer Landfrauen bestens organisiert. Mit Musik vom Band endete der dritte Kerbtag in den frühen Abendstunden.

Für den höchsten Feiertag in Usthem (Kerbmontag) war die Vereinsgemeinschaft bestens gerüstet. Die Kerbburschen in „neuem Outfit und mit Lederhosen“ machten sich gegen 11.00 Uhr auf ihren Weg die Kerb zu suchen und natürlich die Bevölkerung zum Frühschoppen zu animieren. Neben den üblichen Anlaufstationen der Kerbburschen (Metzger und Bäcker) galt es an zwei weiteren Haltepunkten die Kerb (in Form einer Flasche Schnaps) zu suchen. Nach etlichen vergeblichen Versuchen wurde man gegen 13.00 Uhr in der Limesstraße bei der Bäckerei Klaus und Gabi Brückner fündig. Unter großen Beifall der Frühschoppenbesucher fand anschließend der feierliche Einzug in das Kerbzelt statt. Hier unterhielten bereits die „Neuberger Buam“ alle Gäste. Auch der Bandchef Marc Körner wartete mit einer Überraschung auf. Hatte er doch den Boss der legendären Jean-Lenz-Band (Klaus Lenz) überredet zum Ostheimer Traditionsfeiertag noch einmal das Saxophon in die Hand zu nehmen. Tränen der Rührung bei so manchen Kerb-besucher kamen da auf.

Und die Kerbburschen zeigten was sie drauf haben. Mit einem neuen Burschenanwärter (Marvin Levy) zwei Jungburschen (Ramon Buchczyk und Hennes Dillmann) der dazu-gehörigen Burschentaufe und einem neuen „Oberkerbburschen 2017“ (Florian Lattich) brachte man Stimmung unter die Besucher. Bis weit in die Abendstunden ließen es die Usthemerinnen und Usthemer sowie alle Gäste aus Nah und Fern so richtig krachen. Das Ganze erinnerte schon an die 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts mit dem Festweltmeister Heinrich Östreich (genannt Piepe). Feiern kann man halt im Nidderauer Stadtteil – USTHEM !!!. Die Zeltkerb, um es neudeutsch auf den Punkt zu bringen, ist wieder „INN“ und wird sicherlich im nächsten Jahr ihre Fortsetzung finden. An dieser Stelle bedanken sich die Vereinsgemeinschaft Ostheim, das Eventteam und die Kerbburschen bei allen Besuchern und Gästen –Ihr wart super gut drauf und einem Fest- und Feierweltmeister ebenbürtig– sicherlich sehen wir uns im nächsten Jahr – mit dem Schlachtruf „Wem is die Kirb – uuusss!!!