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Foto © privat
Neues Schild Obertor

(Mittelbuchen/pm) Neues Schild am Obertor zeigt, dass das Mittelbücher Wahrzeichen noch älter ist als bisher angenommen. Das Mittelbücher Obertor hat in den Augen von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky „den Charakter eines Wahrzeichens für den Stadtteil“. Insofern sei es zu begrüßen, dass der örtliche Heimat- und Geschichtsverein mit einem neuen grünen Erklärschild an dem Kulturdenkmal selbst dessen historische Bedeutung verdeutliche. Das vom Ortsbeirat und dem Verein zu dessen 25-jährigen Bestehen gestiftete Schild wurde jetzt offiziell übergeben. Historisch betrachtet weist das Schild eine neue Erkenntnis aus:

Vereinsvorsitzender Ernst Gimplinger hat durch sein Nachforschen im Archiv des Fürstenhauses zu Ysenburg und Büdingen herausgefunden, dass das Obertor erstmals 1485 als Teil der Ortsbefestigung von Mittelbuchen erwähnt wurde. Bisher waren die Fachleuchte vom Jahr 1535 ausgegangen.Das neue Erklärschild erläutert auch, dass das Fachwerkgeschoss über dem Tor aus Blasenbasalt erst 1814 aufgesetzt wurde, es sollte damals den französischen Besatzungssoldaten als Gefängnis dienen. Zwischen Tor und Säuturm entstand 1828 ein Haus für den Schweinehirten; es wurde bis 1982 als Wohnhaus genutzt. Das Ensemble aus Haus und Obertor-Wohnung führt der Heimat- und Geschichtsverein nach einer Sanierung als Heimatmuseum. Dies sei „eine hervorragende Idee“ gewesen, bescheinigte OB Kaminsky dem anwesenden Vereinsvorstand und Ortsvorsteherin Caroline Geier-Roth. Das Kulturdenkmal habe „eine Menge zu erzählen“; daher sei es gut mit dem  historischen Erbe pfleglich umzugehen. Auch Geier-Roth strich heraus, dass das Museum eine Identität stiftende „Bereicherung für Mittelbuchen“ sei. Und das nicht nur für Alteingesessene, sondern auch für die vielen Neubürger und -bürgerinnen, die den Stadtteil als Wohnort schätzten.