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Pfarrerin Stefanie Bohn und Pfarrer Helmut Müller

(Mittelbuchen/pm) - Nach mehr als vier Jahren ist es vollbracht: Mittelbuchens Pfarrerin Stefanie Bohn wurde im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes offiziell das Amt einer Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde Buchen übertragen. Es war ein stimmungsvoller Gottesdienst, der geprägt war von vielen ermutigenden Worten und von ganz viel Musik. Die formelle und beurkundete Übertragung von Amt und Würde nahm Dekan Dr. Martin Lückhoff vor. Im Sinne, dass man ernte, was man gesät habe, wies er darauf hin, dass die voll besetzte Kirche an diesem Abend wohl bereits jetzt ein Indiz für eine gute Ernte sei. Alle guten Wünsche für die Zukunft überbrachte unter anderem auch Pfarrer Helmut Müller aus Wachenbuchen, der im Gespräch betonte, dass das Miteinander für Wachenbuchen und Mittelbuchen oberste Priorität habe und man das in jüngerer Vergangenheit auch erfolgreich praktiziert habe.

Stefanie Bohn ging in ihrer Predigt in besonderem Maße auf den heute wieder so bedeutend gewordenen Begriff der Heimat ein. Heimat sei nichts primär Geografisches, sondern viel mehr etwas Gefühltes. Ein Gefühl der Heimat stehe jedem Neubürger Mittelbuchens ebenso zu wie all jenen Menschen, die aus fernen Ländern zu uns kommen und hier in Frieden leben möchten. Und auch die Hinwendung zur Kirche habe etwas mit Heimat zu tun, und in diesem Sinne müsse eine moderne Kirche auf die Menschen zugehen und glaubwürdig und authentisch sein. Stefanie Bohn hat in den vergangenen vier Jahren bereits bewiesen, dass sie für diese verantwortungsvolle Aufgabe und für Mittelbuchen eine wirklich gute Besetzung ist.

Den musikalischen Rahmen gestalteten sehr stilvoll der Solist Alexander Wolf sowie der Kirchenchor in Kooperation mit den Buchentönen unter der Leitung von Caroline Adam. Für Stimmung sorgte dann ein ganz neu ins Leben gerufener Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde. 34 Sänger und Sängerinnen im Alter zwischen zwanzig und siebzig Jahren hatten sich erst eineinhalb Tage zuvor zusammengefunden und Kantor Oliver Pleyer übte mit der begeisterungsfähigen Gruppe im Rahmen eines Workshops fünf Lieder ein, welche mit unglaublicher Freude im Gottesdienst vorgetragen wurden.