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Ausstellung lädt ein zum Innehalten

(Hanau/pm) - Kürzlich wurde in Hanau in den Räumen des Staatlichen Schulamts die Ausstellung moment.mal der Heinrich-Böll-Schule eröffnet. Zahlreiche Ehrengäste waren eingeladen. So konnten die Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Frau Sylvia Ruppel und der Schulleiter der Heinrich-Böll-Schule, Ernst Münz, unter anderem  die Stadtverordnetenvorsteherin Hanaus, Frau Beate Funk, den Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, die Vorsitzende des Stadtelternbeirats,  Anette Soffner, den Landrat a.D. Karl Eyerkaufer, Schulleiter der umliegenden Schulen und  Vertreter der agilen Kunstszene Bruchköbel und ART 13 Hanau begrüßen.

Schulamtsleiterin Frau Sylvia Ruppel betonte in ihrer Begrüßungsrede die Intention des Schulamtes, diese Ausstellung der HBS in den Räumen des Staatlichen Schulamtes zu unterstützen; zum einen war die HBS in ihrer beruflichen Vergangenheit die erste Schule gewesen, die sie als Schulamtsleiterin besucht hatte. Daher entstand die Idee, den letzten Tag vor Eintritt in den Ruhestand auch wieder mit der HBS zu bestreiten. Zum anderen betrachtet Frau Ruppel Kunst als wichtigen Bestandteil für die Bildung einer demokratisch-freiheitlichen Gesellschaft. Der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden Klaus Repp sprach die einleitenden Worte. Er lobte die Heinrich-Böll-Schule, die es  bereits in der Vergangenheit immer geschafft hat, Kunst darzustellen und Jugendliche für Kunst zu begeistern. Ohne Begeisterung nämlich wäre der Orientierungsort, den die HBS den Schülern bietet, nicht gegeben. In der Schule wird entschieden über Interessen, die auch handwerkliches Geschick miteinschließen. Hierbei leistet die Kunstfachbereichsleiterin der HBS, Frau Gisela Roppel, großartige Arbeit.

Sie begeistert die Jugendlichen dazu, künstlerisch gestalten zu wollen, Kunst in ihren Farben und Farbstrukturen zu erkennen und Techniken zu erlernen, die letztlich zu einer differenzierten Wahrnehmung ihrer sozialen Umwelt beitragen. Der Titel der Ausstellung moment.mal lädt daher auch zum Innehalten und Betrachten und letztlich zum bewussten Wahrnehmen ein. Einige Bilder waren vor kurzem noch Bestandteil der Wanderausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung „abgestempelt – judenfeindliche Postkarten“, in der ebenfalls das bewusste Hinsehen gegen Rassismus und Diskriminierung eingefordert wurde. Die ausgestellten Bilder der Schüler der HBS beschäftigen sich mit dem stets aktuellen Thema Ausgrenzung, indem sie sie in verschiedenen Techniken (zum Beispiel Kalligraphie, Mosaikbilder, Collagen und Monotypien)  darstellen. Begleitet wurde die Veranstaltung  von einer der vielen Bands der Heinrich-Böll-Schule unter Leitung der Musiklehrer Frank Hamacher und Benjamin Öfner.