Bruchköbeler Kurier, das wollen Sie wissen.

Foto © privat
Scheckübergabe für die beiden Förderschulen Brentano aus Linsengericht und Johann-Hinrich-Wichern aus Nidderau anlässlich der Abschlussveranstaltung des Berufetests in der GfW: von links nach rechts Daniela Grund, Projektleiterin; Norbert Ross, Oberhessen-Stiftung; Nadica Malecic, AA Hanau; Reinhold Maisch, Geschäftsführer GfW; Ulrike Alfers, Klassenlehrerin; Michael Harth, Oberhessen-Stiftung; Dieter Burkhardt, stellvertr. Schulleiter; Ulrike Ding, Schulleiterin und Miriam Fuchs, IHK HU-GN-SLÜ.

(Hanau/pm) - Viele neue Berufe erprobt  Jede Menge neuer Herausforderungen erwarteten die 10 Förderschüler der Brentano-Schule in den vergangen zwei Wochen im „Berufetest“ der Gesellschaft für Wirtschaftskunde e. V. In Begleitung ihrer Klassenlehrer erhielten sie die Chance, an einer Kompetenzanalyse zur Feststellung ihrer persönlichen Stärken, Neigungen und Fähigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern teilzunehmen. „Wir halten es in der gegenwärtigen Situation am Ausbildungsmarkt für besonders wichtig, auch die Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen in ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen.

Daher haben wir sehr gerne den Berufetest unterstützt, da sie hier die Möglichkeit haben, ganz praktisch in viele Berufsfelder hinein zu schnuppern,“ führte Norbert Ross von der Main-Kinzig- und Oberhessen-Stiftung der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen anlässlich der Scheckübergabe aus. Metall und Holz wurde bearbeitet, in Berufsfeldern wie Friseur, Elektro, Verkauf, Ernährung, Garten- und Landschaftsbau konnten ebenso erste Erfahrungen gewonnen werden, wie im Umgang mit dem Thema Farbe und Raum. Auch die Bereiche Lager/Logistik, Hotel und Gaststätten sowie Theater und Film wurden erprobt.Der Berufetest bietet eine Vielfalt an Erfahrungsmöglichkeiten und Informationen aus vielen Berufsfeldern. Die Schüler lernen sozusagen jeden Tag anderen Beruf kennen. „Wir wollen mit diesem Berufetest dazu beitragen, dass der Übergang von Schule in Ausbildung, also der Berufswahlprozess optimiert wird, somit Ausbildungsabbrüche, die immer noch zu viele sind, vermieden und dadurch die Fachkräftelücke vermindert werden kann“, erläutert Daniela Grund, Projektleiterin der Berufsorientierung die Ziele dieser aufwendigen Maßnahme. „Damit für die Schüler ein wirklichkeitsnahes und sicheres Arbeiten und Erproben möglich ist, sollen die Berufsfelder in anforderungsgerecht ausgestatteten Fachräumen und Werkstätten durchgeführt werden“, führt Grund weiter aus und bedankte sich in diesem Zusammenhang ganz herzlich bei der Hanauer Agentur für Arbeit, die die andere Hälfte der Finanzierung getragen hat. „Der Entwicklungsstand, die Motivation und die Erwartungen der Schülerinnen und Schüler in ihre berufliche Zukunft sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die Anforderungen, die in der Berufswelt an sie gestellt werden, sind ihnen noch nicht vertraut. Diese beiden Seiten zueinander zu bringen, und somit auch Schüler mit dem Schwerpunkt Lernen in das Duale Ausbildungssystem zu integrieren, ist das besondere Anliegen der dieser Berufsorientierungsmaßnahme“, erläuterte Nadica Malecic, Teamleiterin Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Miriam Fuchs, zuständig für die Berufliche Bildung der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, die den Berufetest auch finanziell unterstützt, lies es sich nicht nehmen anlässlich der Abschlussveranstaltung die Zertifikate mit dem individuellen beruflichen Kompetenzprofil an die Schüler/-innen zu überreichen. „Ihr habt die Chance der Erprobung einer breiten Palette von Berufsfeldern genutzt. Nun gebt weiter Gas und wählt das richtige Schülerbetriebspraktikum und steigert Eure Vermittlungschancen für einen zu Euch passenden Ausbildungsberuf“, motivierte Fuchs die Teilnehmer. Der Tagesablauf des Berufetests ist anders als in der Schule. Hier wird von 08:00 bis 15:00 Uhr gearbeitet. In den Pausen dürfen Handys benutzt werden. Es wird zusammen zu Mittag gegessen und man darf auch in den Supermarkt nebenan gehen oder ganz einfach sein Essen von zu Hause mitbringen. „Ein weiteres großes Plus sind die kleinen Lerngruppen bis max. 10 Schüler. Die freundlichen und professionellen Betreuer in den Lerngruppen bieten den Schülern alle Möglichkeiten um sich in den verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren“, berichtet Ulrike Alfers, begleitende Klassenlehrerin und Mitglied im Vorstand des Fördervereins der Brentanoschule. Am letzten Tag erhält jeder Schüler eine Beurteilung, die von den einzelnen Betreuern im Laufe der zwei Wochen zusammengestellt wird. Die Ergebnisse werden mit den Schülern am letzten Tag in Einzelgesprächen besprochen. Beim feierlichen Abschluss der Veranstaltung präsentierten die Schüler ihren Eltern in Form von Power-Point-Präsentationen die durchgeführten Praxisfelder. Anschließend überreichte die Projektleiterin Grund und Rektorin Ulrike Ding, unterstützt von den anwesenden Förderern, den Teilnehmenden ein Zertifikat/Kompetenzprofil, welches die individuellen Stärken und Talente der Schüler ausführlich dokumentiert. Mit einem präziseren Selbstbild und neuen Zielen für die eigene Zukunft beendeten die Schüler/-innen die prägende Veranstaltung.