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Foto © Otto-Hahn-Schule/Hanau
Der amtierende Schulleiter Stephan Rollmann und der ehemaliger Schüler Dirk Rohrbach bei der Anmoderation des Benefizvortrages

(Hanau/pm) - Zehn Monate ist es her, dass an der Hanauer Otto-Hahn-Schule (OHS) auf Initiative von Schulleiter Stephan Rollmann (Rotary Club  Hanau) aus der Schul-AG „Mensch sein für Andere“ der damals erst vierte hessische Interactclub „IAC Otto-Hahn-Schule/Hanau“ geformt wurde. Somit Anlass, rückblickend Bilanz zu ziehen: Der jüngste Zweig der Hanauer rotarischen Familie hat sich prächtig entwickelt. Die Mitgliederzahl ist von anfangs 20 auf inzwischen 23 gestiegen. Die 20 Mädchen und 3 Jungen, zwischen 11 und 18 Jahre alt, treffen sich regelmäßig einmal pro Woche; auch um gemeinsam soziale Projekte zu planen – so das jährliche Benefiz-Gospelkonzert an der OHS.

Hier moderierten Schüler und verkauften Essen sowie Getränke; natürlich für den guten Zweck – diesmal für die StraßenEngel e.V., ein Verein, der sich für Obdachlose einsetzt.  Bei Rewe und Nahkauf wurden Lebensmittel für die Hanauer Tafel gesammelt und in der angegliederten Grundschule der OHS wurde vorgelesen.

Seit Herbst läuft eine Sammlung „Flaschendeckel für End Polio Now“. Adventliche Aktionen der Interacter sind ein Vorlesevormittag für die Grundschüler der dritten Klassen, die Gestaltung des Adventskalenders an der Schule und vor allem das Einpacken von Weihnachtsgeschenken für die Hanauer Tafel.

Größtes Projekt des zweiten Halbjahres war jedoch die vom Patenclub RC Hanau geförderte Ausrichtung einer Veranstaltung mit Dirk Rohrbach. Der als Radfahr-Abenteurer und Rundfunkmoderator prominent gewordene Dr. med. hatte vor 30 Jahren sein Abitur an der OHS gemacht. Nun, zum 50. Jubiläum seiner Schule, hielt er im bis auf den letzten Platz besetzten Brüder-Grimm-Forum einen zweistündigen Multimedia-Vortrag, der als 6-Teiler auch im Fernsehen gebracht wurde. Unter dem Motto „Highway Junkie – mitten durch Amerika“ schilderte Rohrbach seine Radtouren durch die neue Welt. Insbesondere Begegnungen mit ausgefallenen, häufig skurrilen, Typen, die er in seinem Vortrag auch noch im Originalton zu Wort kommen ließ, sowie fantastische Bilder fesselten das Publikum.

Und das Beste: sämtliche Einnahmen – rund 2.000 € – kommen dank des Einsatzes der Interacter, etwa beim Verkauf von Karten, Essen und Getränken, caritativen Zwecken zugute. So gehen je eine Hälfte an die Schülervertretung (SV) und an die „Lawine e.V.“, eine Hanauer Beratungs- und Präventionsstelle bei sexueller Gewalt.