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(Hanau/pm) - Bahn hat die Möglichkeit, für ausfallende ICE-Halte in Hanau Ersatz zu schaffen. Anja Zeller, Hanauer Kandidatin der GRÜNEN für die Bundestagswahl am 24.September, kritisiert die für den Dezember 2017 vorgesehene Einstellung der ICE-Linie 11 Berlin – Frankfurt – Stuttgart – Ulm – München, die auch in Hanau hält, als verkehrspolitischen Fehler. „Angesichts der Notwendigkeit, Verkehr von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene zu verlegen, ist dies nun wirklich ein extremer Rückschritt“, beklagt Zeller. Sie weist darauf hin, dass diese Angebotsreduzierung nicht nur für die Reisenden von Hanau nach Berlin oder München ein Problem sei, sondern auch für viele privat und beruflich Hanauer Reisende nach Fulda, Kassel und Göttingen sowie Mannheim und Stuttgart.

Anja Zeller fordert von der Bahn für diesen Ausfall Ersatz zu schaffen und schlägt vor, dass dies durch Halte anderer Linien, die in Hanau bisher ohne Halt durchgefahren sind, erreicht werden könnte. So ließe sich zum Beispiel bei der sehr viel genutzten Linie um 8.29 h nach Norden eine rasche Verbindung dadurch wiederherstellen, in dem der vorausgehende Zug von Karlsruhe nach Hamburg, der bisher nicht in Hanau hält, hier einen Stopp einlegt. Dieser würde die Reisenden wie gewohnt schnell nach Kassel, Göttingen und Hannover bringen und gegebenenfalls mit einem Umstieg auch nach Berlin. Eine andere Möglichkeit sei die Verbindung von Frankfurt nach Dresden. Würde dieser Zug einen Halt in Hanau bekommen, könnte ein Umstieg in Fulda ebenfalls einen gute Verbindung nach Norden und Nordosten erreicht werden. Ähnliches gelte für die Verbindungen nach Mannheim und Stuttgart für die umgekehrte Richtung. Auch wenn die Neigung bei den Planern der Bahn vielleicht nicht so groß sei, kurz vor oder nach Frankfurt Hbf oder gar Frankfurt Süd gleich wieder einen Halt einzuplanen, so würde dies doch einer sehr großen Anzahl an Fahrgästen aus dem östlichen Rhein-Main-Gebiet den gewohnten Stundentakt bei ihren Fahrten ermöglichen. Hier lohne sich für die Planer ein Perspektivenwechsel aus Sicht der betroffenen Fahrgäste, appelliert Zeller.