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Sparkasse Hanau

(Hanau/pm) - Die Sparkasse Hanau hat im Stile einer Hauptversammlung die Anleger im Deka-Vermögenskonzept (DVK) über die Wertentwicklung ihrer Anlage im Jahr 2016 informiert. Hermann Köck, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hanau, erklärte in seiner Begrüßung, dass in absehbarer Zeit von der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Abkehr von der derzeitigen Nullzinspolitik zu erwarten sei. Umso mehr gilt es, Kunden alternative Angebote zu unterbreiten. Dabei sollten bei Anlageentscheidungen auch Wertpapiere mit berücksichtigt werden.

So habe die Sparkasse in den vergangenen Jahren den Sparkasse Hanau Grimmfonds oder den Wohnimmobilienfonds „Catella Wohnen Europa“ in ihr Portfolio aufgenommen. Tobias Siefert, Abteilungsdirektor der Deka Bank Luxembourg, erläuterte zunächst das aktuelle volkswirtschaftliche Umfeld. „Entscheidend ist, dass der Einlagezins der Europäischen Zentralbank (EZB) momentan mit minus 0,4 Prozent negativ ist“, erklärte Siefert. Die EZB wolle damit das Geld im Wirtschaftskreislauf halten, um die Kreditvergabe anzukurbeln und eine Inflationsrate von rund zwei Prozent zu erzielen, was man nun nahezu erreicht habe. Der Deka-Experte erwartet über einen Zeitraum von rund vier Jahren einen schrittweisen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik der EZB. Im Ergebnis deutete die kürzlich stattgefundene Sitzung des EZB-Rates bereits eine Lockerung der Geldpolitik an. Siefert rechnet damit, dass die EZB zunächst die Aufkäufe von Staats- und Unternehmensanleihen reduzieren werde, gefolgt von der Anhebung des Einlagensatzes und des Hauptrefinanzierungssatzes. An den Aktienmärkten haben in den vergangenen Monaten vor allem politische Entscheidungen zu Schwankungen geführt, darunter die Ankündigung Großbritanniens, aus der Europäischen Union austreten zu wollen oder auch die Präsidentenwahlen in den USA und Frankreich. Die Wertentwicklung des DVK war im Jahr 2016 positiv und Marktschwankungen wurden ausgeglichen, indem von Aktienfonds in Rentenfonds umgeschichtet wurde. Derzeit gebe es eine ausgeglichene Verteilung zwischen Aktien- und Rentenfonds. Auch mit einem regelmäßigen Sparplan könne der Anleger Kursschwankungen ausgleichen, so Siefert. Für Anleger könne es sich weiterhin lohnen, in Sachwerte wie Aktien zu investieren, denn künftig werde die Weltwirtschaft um jährlich rund drei Prozent wachsen, so der Deka-Experte.