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Frankfurter Studierende der ersten Generation durchlaufen erfolgreich das Förderprogramm Studienkompass.

(Berlin/Frankfurt/pm) - Nach einer dreijährigen Förderung wurden jetzt 20 Frankfurter Absolventinnen und Absolventen aus dem gemeinnützigen Programm Studienkompass feierlich in Berlin verabschiedet. Alle haben eines gemeinsam: Sie sind die Ersten in ihrer Familie, die ein Studium aufgenommen und sich erfolgreich an der Hochschule eingelebt haben.


Der Studienkompass setzt sich bereits seit zehn Jahren für mehr Bildungsgerechtigkeit am Übergang von der Schule an die Hochschule ein und hat mit seiner Gründung durch die Initiativpartner Accenture-Stiftung, Deutsche Bank Stiftung und Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) als erstes Förderprogramm angehende Studierende aus nichtakademischen Familien in den Blick genommen. Noch immer ist das Thema aktuell, wie im Mai veröffentlichte Zahlen des Hochschul-Bildungs-Reports des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft zeigen. Von 100 Akademikerkindern studieren 74, von 100 Kindern aus nichtakademischen Familien sind es nur 21. Häufig trauen sich Nichtakademikerkinder ein Studium nicht zu, wissen zu wenig über verschiedene Studienmöglichkeiten oder haben Angst vor zu hohen finanziellen Belastungen. Mit einer frühzeitigen und kontinuierlichen Begleitung bestärkt der Studienkompass seine Geförderten, zeigt ihnen Möglichkeiten auf und findet mit ihnen ein passendes Studium, das zu ihren Stärken und Interessen passt.

„Anhand von mehr als 3.200 Geförderte in den letzten Jahren zeigt der Studienkompass ganz anschaulich, was eine gute Begleitung bei der Studien- und Berufsorientierung bewirken kann. Mit den Absolventinnen und Absolventen erleben wir junge Menschen, die erfolgreich ihren Weg in die Arbeitswelt gehen. Der Studienkompass hat sie dabei unterstützt, eine Zukunftsentscheidung auf einem festen Fundament zu treffen. Er zeigt, dass Talent keine Frage der Herkunft ist!“, so Dr. Ulrich Hinz, Bereichsleiter Schülerförderung (Vors.) der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, anlässlich der Verabschiedung des diesjährigen Abschlussjahrganges.

Über den Studienkompass
Der Studienkompass wurde 2007 von der Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gegründet. Die Karl Schlecht Stiftung und die aim - Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken sind Hauptförderer des Studienkompass. Das Programm unterstützt bundesweit aktuell rund 1.400 Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademische Erfahrung bei der Aufnahme eines Studiums. Mehr als 1.800 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen. Mehr als 95 Prozent der Geförderten nehmen ein Studium auf. Die hohe Wirksamkeit belegt auch eine wissenschaftliche, unabhängige Evaluation des Programms, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von 2007 bis 2014 gefördert wurde. 95 Prozent der Geförderten nehmen ein Studium auf, die Abbrecherquote liegt bei nur fünf Prozent.

Studienkompass-Partner sind: Heinz Nixdorf Stiftung, aqtivator gemeinnützige GmbH, vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., EWE AG, Stiftung Rapsblüte, Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, Hans Hermann Voss-Stiftung, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, NORDMETALL-Stiftung, RATIONAL AG, Roche Diagnostics GmbH, Bürgerstiftung Wolfsburg, Karin Schöpf Stiftung, Bürgerstiftung Braunschweig, Dr. Egon und Hildegard Diener-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, S&P Family Office, Unternehmensverbände im Lande Bremen, Rheinische Stiftung für Bildung, Wissenschaft und berufliche Integration, Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Schirmherrin des Programms ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

Mehr Informationen unter www.studienkompass.de