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Archiv – Bruchköbeler Kurier | 2017

(Bruchköbel/pm) - Die Anhörung zum Rettungsdienstgesetz im Hessischen Landtag bestätige das hohe Niveau des Rettungsdienstes in Hessen, so der Parteivorsitzende der CDU Bruchköbel und Vorsitzende des AK „Innere Sicherheit“ der CDU Main-Kinzig, Gerhard Rehbein. Die meisten Anzuhörenden lobten insbesondere die zehnminütige Rettungsfrist. Hessen nehme unter den Flächenländern in Deutschland den Spitzenwert ein. Die von der Opposition vorgebrachten Vorwürfe, die kommunale Seite würde stärker belastet, seien falsch. Richtig sei, dass der Anteil der Personalkosten der Leitstellen auf kommunaler Seite von 30 auf 20 Prozent gesenkt wird. Das Land finanziere auch weiterhin die fernmeldetechnischen Einrichtungen, so Rehbein. 90 Prozent der Einsätze, die durch die Leitstelle ausgelastet wurden, seien Rettungseinsätze und in der Finanzierung Aufgabe der Krankenkassen. Das Land Hessen werde auch weiterhin die Leitstellen anteilig mitfinanzieren. Die Umstellung der Finanzierung ermögliche den Landkreisen Einsparungseffekte durch interkommunale Zusammenarbeit. Auch setze man sich verstärkt für Ehrenämter ein. Nach Ansicht des Vorsitzenden Gerhard Rehbein muss das Ehrenamt stärker als bisher gefördert und seine Bedeutung mehr ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Das Ehrenamt, sei es bei der Feuerwehr, beim Rettungsdienst, kirchlichen Organisationen, in Sportvereinen oder in kultureller Tätigkeit, sei für die Gesellschaft in Deutschland unverzichtbar. „Gerade im Main-Kinzig-Kreis engagiert sich jeder zweite ehrenamtlich. Daher begrüße man auch insbesondere die vorbildlichen Initiativen des Main-Kinzig-Kreises im Bereich der ’Ehrenamtscard’, die den Inhabern viele Vergünstigungen ermöglicht. Insbesondere die Ehrenamtlichen, die bei der Feuerwehr- und Rettungsdienstorganisationen aktiv seien und sich oftmals einer Gefahr für Leib und Leben aussetzen, sollten Vorbilder für die Menschen sein. Sie sind Tag und Nacht für die Bürgerinnen und Bürger unterwegs und helfen wo sie können. Der Arbeitskreis „Innere Sicherheit“ werbe daher kreisweit für eine angemessene Unterstützung und Finanzierung. „Wir können unsere ehrenamtlichen Helfer nur dann mit solch gefährlichen Aufgaben betrauen, wenn sie auch gut ausgebildet sind und das notwendige Material haben“, unterstreicht Gerhard Rehbein. Aber nicht nur bei Einsätzen sind diese Organisationen aktiv. Auch sonst sind sie aus dem sozialen und kulturellen Leben der Kommunen im Kreis nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus werden dort unschätzbare Aufgaben im Bereich der Jugendförderung wahr genommen. Ohne Ehrenamt sei kein funktionierender Staat möglich.