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Jungjägerparcour beim Roßdorfer Vogelschutzverein

(Bruchköbel/pm) - Am letzten Samstag fand wieder der traditionelle Jungjägerparcour des Hanauer Jagdklubs statt. Auch diesmal waren die ganzen Parkplätze rund um das Gelände des Vogelschutzvereins Rossdorf voll.

Diese Veranstaltung wurde für die angehenden Jäger, quasi als Generalprobe zur Jägerprüfung, wie immer, von dem überregional bekannten langjährigem Jägerausbilder und Organisator Otto Deißmann sowie langjährigen Helfern Kyri Papadopoulos, Ausbilder J V Hubertus Offenbach Stadt und Land, Josef Venturella Falkner Hanauer Jagdklub, Guido Joschko J V Frankfurt Nord-Ost Waffenstand, Karl-Heinz Straub Auf und Abbau Standbetreuung u. ein langjähriger Jagdfreund Rolf Becker durch die Leihgabe von Exponaten sowie dem Hanauer Jagdklub, ausgerichtet.

Deißmann, der auch als erfahrener Hundeführer mittlerweile bis in die hessische Jagdverbandsebene nachgefragt ist, hatte über mehrere Wochen mehr als hundert Exponate zusammengetragen um sie den Jungjägern vorzulegen. Sein Ansinnen ist es, einen qualifizierten Jägernachwuchs an die Praxis heranzuführen. Begonnen hatte der nunmehr 31. Jungjägerparcour mit der Begrüßung durch den neuen Vorsitzenden des Hanauer Jagdklubs Michael Göllner. Er freute sich über die sehr rege Teilnahme von fast 100 Jungjägern aus ganz Hessen, würdigte die mühsame Arbeit des Veranstalters mit dessen Team und wünschte den Teilnehmern einen guten Verlauf. Anschließend begrüßte auch das Bläsercorps des Hanauer Jagdklubs die anwesenden Gäste und gab den angehenden Jägern auch gleich einige Jagdhornsignale zum Erkennen mit auf den Weg. Dann konnten sich die Anwärter auf die vielen Exponate stürzen.

Zuerst standen die Hundeführer/Innen mit insgesamt Ihren Jagdhunden den Prüflingen Rede und Antwort. „Welcher Hund passt zu mir ?“ oder „Was kann welcher Hund auf der Jagd ?“ waren die wichtigsten Fragen. Als kleine Attraktion trug der Falkner Venturella seinen Greifvogel auf der behandschuhten Hand und beantwortete Interessenten der Beizjagd – so heißt die Jagd mit dem Greifvogel – Fragen rund um diese ehemals adelige Jagdart. Weiter hinten unter den Obstbäumen, lagen ganz viele Äste, Blüten, Früchte, Wurzeln und Stämme von heimischen Pflanzenarten. Natürlich war die einheimische Fauna mit ausgestopften Tieren, Geweihen, „Hinterlassenschaften“ (im Jägerslang Losung genannt), Schädel und Knochen auch vertreten. Weiterhin hatte um den Grillplatz der Ausbilder Guido Joschko die häufigsten Jagdwaffen ausgebreitet.

Hier sollten die Anwärter den gelernten richtigen Umgang mit den Waffen vorweisen. Im Großen und Ganzen war hier auf dem Vogelschutzgelände, auf kleinstem Raum fast die ganze wichtige Fauna und Flora unserer Heimat ausgebreitet. All diese Exponate waren zu Erkennen und auf einem Zettel anhand der beigelegten Nummern zu notieren. Die Bekanntgabe der Lösungen am Nachmittag brachte für manchen Jägeraspiranten so manches Aha-Erlebnis und war für einige sicher noch Ansporn beim Lernen noch einen Zahn zuzulegen.

Immerhin nennt man die Jägerprüfung auch das „grüne“ Abitur mit einem immer größeren Anteil an Naturschutz. Was vom Stoffumfang sicher nachzuvollziehen ist. Zufrieden waren auch wieder die Mitglieder vom Vogelschutzverein, konnten sie doch mit dem Verkauf der Getränke und Speisen auch einen Anteil mit nach Hause nehmen. Die Veranstalter sowie die Gäste aus 16 Jagdvereinen, die ja teilweise aus dem Sauerland, der Rhön, und Mittelhessen angereist kamen, waren wieder begeistert von dem Jungjägerparcour und die angehenden Jäger hoffen jetzt auf ein gutes Bestehen der Prüfung.

Bild 1: Der neue Vorsitzende des Hanauer Jagdclubs Michael Göllner (v.r.) mit dem Organisator Otto Deißmann bei der Begrüßung der Gäste

Bild 2: Kleingruppen beim Bestimmen verschiedener Pflanzenarten