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Weiberfastnacht der KAB

(Bruchköbel/pm) - Bereits um 19:45 Uhr war der Saal des Don-Bosco-Hauses der Pfarrgemeinde Erlöser der Welt Bruchköbel ausverkauft. Manfred Maaß sorgte schon ab Saalöffnung mit seiner Musik für gute Stimmung, so dass die Moderatorinnen der Ökumenischen Weiberfastnacht der KAB, Kathrin Neuwald, Irene Altenrath und Anne Heerdt bei der Eröffnung des Abends bereits ein gut gelauntes Publikum vorfanden. Das Trio wurde gekonnt ergänzt von Veronika Koblitz, die, immmer auf Zack, für die passenden Accessoires auf der Bühne sorgte.

Eine Menge guter Reden ließ die Lachmuskeln nicht still stehen: Den Auftakt machte die 6 jährige Wolke der Concordia Kesselstadt. Sie traute sich mit ihrer Rede zum Hobby Fußball auf die Bühne. Das Publikum war begeistert von ihrem spritzigen und abwechslungsreichen Vortrag. Die erste Rakete des Abends war ihr sicher. Der Ja-Sager alias Christian Schüller beschrieb, in welch brenzlige Situationen ihn seine anerzogene Nein-Schwäche bereits gebracht hatte: sogar zu Weiberfastnacht hatte er zugesagt, statt mit seinen Kumpels ein gutes Bier zu trinken. Auf seine gesungene Frage „Warum hab ich nicht Nein gesagt?“ gab das Publikum mit seinem begeisterten Applaus die passende Antwort.  Was hat jede Frau? Eine Handtasche! Barbara Hollerbach erzählte sehr eindrucksvoll vom Innenleben einer Damenhandtasche und dass diese schon mal in die Autowerkstatt führen kann, weil die Gurtwarnung sie irrtümlich für einen Beifahrer hält. Einen Pfarrer, der auf einem Kinderfahrrad in Rennradmontur zur Bühne fährt – das gab es bei der Ökumenischen Weiberfastnacht auch noch nicht. Pfarrer von Dörnberg sinnierte über ein autofreies Bruchköbel und welche neue Bedeutung das Amt des Stadtrats (also Stadtrads) dadurch bekommen könnte. Einen Volltreffer landete schließlich Anni Sünder als Hausfrau des Jahres. Mit Humor und Schlagfertigkeit erzählte sie vom Hausfrauenleben. Da blieb kein Auge trocken. Unsere Liedvorträge brachten das Publikum in Stimmung: Irmgard Rohr begeisterte als Andrea Berg und Pfarrer Jünemann zeigte am Beispiel der Loreley wie unterschiedlich Hessisch und Sächsisch sind.

Aber auch das übliche Programm war nicht langweilig: Auch wenn die Mienen der Klageweiber sich wenig regten – die Anzahl der „Ui ui ui ui ui“ war bei ihrem bissigen Vortrag besonders groß. Die Garden durften natürlich auch nicht fehlen. Mit viel Schwung und Grazie schwangen die Mädels der Prinzengarde des NCC, die Danceaholics der Concordia Kesselstadt und Limelight des TV Roßdorf die Beine.  Ein Höhepunkt war auch in diesem Jahr der Auftritt der Hessisch Hotsteppers. Direkt aus dem Moulin Rouge in Paris auf die Bühne in Bruchköbel – dem Männerballett der KAB-Bruchköbel ist kein Weg zu weit. Der Cancan brachte den Saal zum Kochen.

Traditionell bildeten die Krebsbachschnepfen den stimmungsvollen Schlußpunkt. Als Frauen verkleidet und mit launigen Zwischentexten ließen sie die Stimmung weiter kochen. So war es für Anne Heerdt in dieser super Atmosphäre ein Leichtes, alle Aktiven, die Audiokrebse für den guten Ton und das Serviceteam zum großen Finale auf die Bühne zu holen. Auch wenn die Stunde schon fortgeschritten war, wurde noch lange getanzt und gelacht.