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(Bruchköbel/pm) - Die Innenstadtentwicklung in Bruchköbel ist das Ergebnis einer beispielhaften Gemeinschaftsarbeit von Politik, Verwaltung und Planern, sagt der Marketing- und Gewerbeverein Bruchköbel (MGV) in einer aktuellen Stellungnahme. Alle wesentlichen Voraussetzungen einer zukunftsorientierten und erfolgreich belebten Innenstadt seien berücksichtigt: Platz für Wohnen, Kultur und soziales Miteinander, Aufenthaltsqualität, Handel und Gastronomie. „Jetzt gilt es, das gemeinsam erarbeitete Konzept auch mutig anzupacken,“ so Ralf Puppe, erster Vorsitzender des MGV.

„Das Projekt Innenstadtentwicklung ist in seine entscheidende Phase eingetreten, die Planungen sind beendet und wir müssen zeitnah eine Entscheidung treffen.“ Der Marketing- und Gewerbeverein habe deshalb wenig Verständnis dafür, dass diese Entscheidung ausgesetzt wurde. Stattdessen solle die kommende Sitzung der Stadtverordneten am Dienstag dafür genutzt werden, Fragen und Bedenken vorzubringen, eine Entscheidung über das weitere Vorgehen, oder gar über den „Startschuss“, werde verschoben.

„Wir dürfen an diesem weit fortgeschrittenen Punkt nicht anfangen, das gesamte Konzept wieder in Frage zu stellen“, unterstreicht Ralf Puppe. „Der Prozess ist von Anfang an offen und transparent verlaufen und Öffentlichkeit und Politik sind stets eingebunden worden. Hier hat es immer die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen und Einwände zu formulieren, dies ist aber nicht geschehen.“ Der Marketing- und Gewerbeverein habe jetzt die große Sorge, dass ohne eine mutige Entscheidung, dieser für die Zukunft Bruchköbels so unverzichtbare Schritt nicht gegangen werde und dann auf Jahre hinaus nicht mehr möglich sei. Die negativen Auswirkungen dieser Entwicklung auf den Handel und die Stadt als Ganzes könnten kaum abgeschätzt werden. Mit dem bald abgerissenen Rathaus drohe außerdem ohne eine Einigung für lange Zeit eine große Brachfläche im Herzen der Stadt.

Das gemeinsam erarbeitete Konzept biete große Chancen für die Zukunft und werde Bruchköbel künftig von vielen anderen Städten abheben: ein zentraler Platz im Grünen mit Wasser, Cafés, Arztpraxen, Einzelhandel und in unmittelbarer Nähe dazu Räume und Freiflächen, die täglich von den Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters genutzt und belebt werden. Reine Einkaufsmöglichkeiten reichten in einer Innenstadt künftig nicht mehr aus, vielmehr seien vielfältige Angebote für alle Generationen und ein attraktives Ambiente gefragt.

„Es war uns allen von Anfang an klar, dass es so ein wichtiges Zukunftsprojekt nicht umsonst gibt“, erklärt der erste Vorsitzende des Marketing- und Gewerbevereins. „Wir sind aber überzeugt davon, dass diese Mittel für unsere Stadt gut investiert sind.“ Die Frage sei doch vielmehr, ob es sich Bruchköbel leisten könne, diese Ausgaben nicht zu tätigen. „Wir stellen jetzt die Weichen für die Zukunft und müssen uns entscheiden, was Bruchköbel in Zukunft sein soll: eine prosperierende und lebendige Kommune im Rhein-Main-Gebiet oder eine Schlafstadt am Rande von Frankfu