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SPD

(Bruchköbel/pm) - „Wir müssen wieder näher an die Belange der Bürger heran“, machte Bruchköbels SPD Vorsitzender Norbert Viehmann im Rahmen einer Klausurtagung seiner Partei deutlich. Das Ergebnis der Bundestagswahl, auch hier in Bruchköbel, sei für die SPD bitter. „Der von der Bundespartei eingeleitete Weg, Opposition und Neubesinnung, ist der richtige Schritt für unsere Partei auf Bundesebene. Wir müssen aber nun auch auf lokaler Ebene genau hinschauen, wie wir uns besser aufstellen und unsere Politik wieder näher an den Bedürfnissen der Bürger orientieren“, führt der Bruchköbeler SPD- Parteivorsitzende nun auch in einer Pressemitteilung aus.

In der Tagesklausur analysierte der Ortsvereinsvorstand kritisch die Wahlergebnisse nach Wahllokalen, Stadtteilergebnissen und für Bruchköbel insgesamt. Der Vorstand stimmte darin überein, dass vorrangiges Ziel sein müsse, die Bürgergespräche zu intensivieren. Hierzu richtete der Bruchköbeler SPD Vorstand zwei Arbeitsgruppen ein, die Konzepte für einen verbesserten Bürgerdialog erarbeiten sollen. Hierbei sollen vorrangig zwei Ansätze verfolgt werden, zum einen mit direkten Bürgergesprächen und zum anderen durch Gesprächsrunden mit Vereinen und Kultureinrichtungen.

Das Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wurde von den Vorstandsmitgliedern umfassend und konzentriert thematisiert. Das Umsetzen dieses Zieles dauere zu lange und wurde in etlichen Diskussionsbeiträgen deutlich aufgegriffen. Während in Frankfurt innerhalb kürzester Zeit Planungen rund um das Entstehen neuer Stadtteile, die im Ergebnis größer als Bruchköbel selbst werden, zur Umsetzung anstehen, tröpfelte das Thema in Bruchköbel nur so vor sich hin. „Wir erwarten bei dem Thema endlich mal was Konkretes von unserem Bürgermeister“, machte SPD Vorstandsmitglied Birgit Glade ihren Unmut deutlich. Verwundert zeigte sich Viehmann am Rande der Klausurtagung über den sich abzeichnenden „Knatsch“ innerhalb der CDU über die Frage des eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahlen 2019.  Der SPD-Vorsitzende Bruchköbels machte deutlich, dass er vom Koalitionspartner erwarte, dass dies nicht zu einer Belastung für die Koalition werden dürfe. „Wir haben bisher sehr konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet und ich hoffe, dass dies auch so bleibt“ machte er in Richtung CDU deutlich.