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Gesundheitstage

(Bruchköbel/pm) - Beim Gesundheitstag im Kursana Domizil ging es darum, Rückenproblemen vorzubeugen. Wer es sich zur Aufgabe gemacht hat, für das Wohl anderer Menschen zu sorgen, der älteren Generation ein liebevolles Zuhause und mehr Lebensqualität zu geben, sollte auch auf die eigene Gesundheit achten und fit bleiben. Diese Erkenntnis gilt vor allem für Altenpflegerinnen und -pfleger, die neben so mancher psychischer Belastung auch körperlich anstrengende Aufgaben haben. Im Kursana Domizil Bruchköbel wird viel Wert auf die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt.

Bei einem Gesundheitstag hatten die Beschäftigten jetzt Gelegenheit, sich mit ihrer eigenen Fitness auseinander zu setzen und zu schauen, wo der Schuh drückt. Fachleute erläuterten in Vorträgen und bei Übungen, wie Vorbeugung gelingen kann. Die Pflegeeinrichtung in der Bahnhofstraße arbeitet beim Thema Gesundheit seit diesem Sommer mit externen Fachleuten zusammen. Gemeinsam mit Experten der Krankenkasse IKK Südwest wird im Kursana Domizil ein strukturiertes Betriebliches Gesundheitsmanagement erarbeitet. Alle Beschäftigten in der Pflegeeinrichtung hatten in einer anonymen schriftlichen Befragung die Möglichkeiten, ihre Meinungen und Wünsche zu äußern. Sie sollten sagen, welche gesundheitlichen Aspekte, welche Prophylaxe sie am meisten interessiert. Die Ideen und Aussagen wurden in das Programm des Gesundheitstages integriert. Die Mitarbeiterinnen der IKK Südwest, Gesundheitsberaterin Daniela Dos Santos Leite und Bezirksleiterin Beatrix von der Linde, boten den Kursana-Beschäftigten ein umfassendes Angebot zum Thema Rückenschmerzen. Das hatten sich viele gewünscht. Nach einem Fachvortrag rund um die Wirbelsäule gab es praktische Übungen, die problemlos im Alltag integriert werden können. Dabei kam das Kursana-Personal ganz schön ins Schwitzen. Viele Informationen waren neu für die Mitarbeiterinnen. „Ich hätte nicht gedacht, dass nur drei Prozent der Rückenbeschwerden von der Bandscheibe stammen“, sagte Kursana-Direktorin Margitta Bieker. Sportwissenschaftler Martin Adamczyk vom Unternehmen Salutrain in Egelsbach erläuterte beim Gesundheitstag, dass die untrainierten Muskeln zu Schmerzen führen. An dem Spruch „Wer rastet, der rostet“ scheint etwas dran zu sein, denn Bewegungsarmut habe schlimmere Auswirkungen als das Rauchen. Wie gut und stark ihre Wirbelsäule ist, dass konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Gesundheitstag auch selbst feststellen. Bei einem individuellen Beratungsgespräch mit Fachleuten bestand die Möglichkeit, die funktionellen Schwachstellen der Wirbelsäule und die muskulären Kräfte messen zu lassen.