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Perspektivwechsel Gottesdienst

(Bruchköbel/pm) - „Perspektivwechsel“ nennt sich das Gottesdienstformat, das Elsbeth Balzer, Seelsorgerin an den Bruchköbeler Seniorenheimen, einmal jährlich anbietet. Das Besondere daran: Der Gottesdienst wird nicht wie sonst in den Heimen AWO und Kursana gefeiert, sondern die Senioren machen sich am Sonntagmorgen auf den Weg in die evangelische Jakobuskirche. Manche kommen mit dem Shuttlebus, andere im Rollstuhl – und weil das Personal in den Heimen für diesen Transfer nicht ausreicht, packen auch Konfirmandinnen und Konfirmanden der Kirchengemeinde mit an.

So begegnen sich die Generationen und lernen es, die Perspektive des je anderen einzunehmen; ein Perspektivwechsel eben.Im Gottesdienst ging es besonders um die Situation der Pflegenden, seien es Angehörige daheim oder professionell Mitarbeitende in den Häusern. Pfrin. Balzer interviewte Betroffene, um zu hören, wie sie mit dem Zeit- und Kostendruck und der psychischen Belastung umgehen. Wesentlich war dabei die Frage: Was gibt Ihnen Kraft? Für die Kirchengemeinde war es ermutigend zu hören, wie Menschen auch unter ungünstigen Bedingungen Mut schöpfen, weil sie in einem engagierten Team arbeiten, weil sie gute Begegnungen mit den Senioren haben oder auch weil ihnen der christliche Glaube hilft. „Sorgt euch nicht!“, dieser Leitsatz, den Jesus in den Mittelpunkt seiner Bergpredigt stellt, blieb allen Teilnehmenden im Gedächtnis.