Bruchköbeler Kurier, das wollen Sie wissen.

Ausstellungsstück

(Bruchköbel/pm) - Nachdem es 2016 so schien, als sei die Ausstellungsreihe „Kaleidoskop XI“ der Bruchköbeler Künstlergruppe Kunstnetz-B zum letzten Mal im „Artrium“ zu sehen, gibt es 2017 Positives zu berichten. Das „Artrium“, das über mehr als 10 Jahre Bruchköbel zu einer Stadt gemacht hat, in der auch die Präsentation von Kunst aus ganz Europa und von den Philippinen einen würdigen Platz gefunden hat, ist für das Erste, „gerettet“. Für die Künstler des Kunstnetz-B ein echter Grund zum Feiern, waren sie es doch, die das „Artrium“ von Anfang an mit ihrer Herbstausstellung „Kaleidoskop“ belebten und sich für dessen Weiterführung stark engagierten.

Somit sind alle Bruchköbeler und die Fans des „Artriums“ aus nah und fern aufs herzlichste zur Vernissage des „Kaleidoskop XII“, am 27.10. um 19 Uhr eingeladen. Dieser Auftakt wird musikalisch umrahmt von „DON & SON“ - die beiden weit über Bruchköbels Grenzen hinaus bekannten Musiker, präsentieren eine Mischung aus Klassikern und modernen Songs, live & unplugged.

So bunt wie die Blätter an den herbstlichen Bäumen, so bunt sind auch die Themen der teilnehmenden Kunstnetz-KünstlerInnen. Neben SELDA AKCA wird CHRISTOPH GOY zur Ausstellung zwei Installationen zum Thema "Flucht & Heimat" zeigen und mit "Die Brücke" wirbt er für mehr Verständnis und möchte mit den Betrachtern ins Gespräch kommen. Des Weiteren werden noch Foto-Kompositionen von ihm zu sehen sein. Für Kunst am Körper sorgt wie immer VIOLA MORITZ, staatl. geprüfte Gestalterin und Goldschmiedemeisterin. Sie wird in der Ausstellung neue interessante Arbeiten aus Silber in Kombination mit Kieselsteinen und einige außergewöhnliche Anhänger präsentieren.

BARBARA PALCEI möchte in ihren Fotos naturgegebene, schnell vergängliche, faszinierende Momente für immer festhalten. Deshalb ist ihr Thema: „Flüchtig – nur für einen Moment“.

Die Skulpturen von WILFRIED PALCEI sind aus unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Metall, Gips etc. und ihnen wohnt,  durch bewusst arrangierte Symbolik, ein durchaus ironischer Blick auf das menschliche Dasein inne.- GERTRUD PROKOP setzt sich in ihren Werken in Acryl mit der Ordnung auseinander. Man darf gespannt sein auf: ’ Ordnung muss sein! - ' Muss Ordnung sein? '

Ironisierung, das Absurde, Bluff und Ulk als Kritik an Traditionen und Denkweisen: Der Dadaismus als Antikunst lebt weiter. In sinnfreier Zusammenstellung präsentiert MARTINA ROTH ihre Dada-inspirierten Werke und mehr… Die zarten Farbnuancen und starken Kontraste haben es EVA MARIA UTSCH angetan. Mit ihnen spielt sie in ihren Acrylbildern ebenso, wie in ihren Collagen mit verschiedenen Naturmaterialien und selbst geschöpftem Papier. ORLANDO SCHNABEL erweckt das fossile Tullymonster aus Illonis (3307 Mill. Jahre alt) aus seiner steinernen Erstarrung. Künstlerisch verspielt erhält es ein Dasein im hier und jetzt. MARIANNE WALTER zeigt unter anderem ein fotografisches Kaleidoskop von Frauenportraits jeglichen Alters und unterschiedlichster Kulturen. Gesichter, die Geschichten erzählen und außerdem ein Werk, dass dem Zuschauer die Möglichkeit bietet, Teil des Kunstwerkes zu werden. Die ausdrucksstarken Gesichter der Frauen haben Keramikerin JANET LORCHHEIM so begeistert, dass sie einzelne ausgewählt und in ihrer ganz besonderen Weise in Ton zum Leben erweckt hat und somit als Bruchköbler Künstlerin und Gastausstellerin mit dabei ist.


Da in dieser Künstlergruppe nicht nur Malerei, Fotografie, Skulptur Installation und Musik vertreten ist, sondern auch Dichtung und Theater, wird es während des Ausstellungszeitraumes noch weitere Highlights im Programm geben. Am 10.11.2017 um 20 Uhr präsentiert das Junge Theater Wachenbuchen dort „König Ödipus“ - eine komödiantische Neufassung mit Musik von Bodo Wartke und unter der Regie von Tom Möller. Infos: www.jungestheater-wachenbuchen.de.

Einzig an diesem Abend wird ein Eintritt von 8 € / erm. 5 € erhoben. Zur Finissage am 12.11.2017 um 16 Uhr wird GERHARD ROTH an den Dadaismus angelehnte sinnhafte Unsinn-Lyrik inszenieren. Poetische Possen - literarische Lustbarkeiten - lyrische Lügen. Die Ausstellung ist geöffnet vom 28.10. bis 12.11.2017, Do/Fr: 16 - 18 Uhr; Sa/So: 15 - 18 Uhr, Freitag Markttag 10 - 14 Uhr. An einigen Vormittagen finden Führungen in Kooperation mit dem Kunstbereich der Heinrich Böll-Schule statt. Weitere Infos: www.kunstnetz-b.de