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Foto © privat
Harald Gülzow bei der Arbeit mit Laborproben.

(Bruchköbel/pm) - Viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser hat der Verein VSR-Gewässerschutz bei den Brunnenwasserproben festgestellt, die im Rahmen der Informationsveranstaltungen am 30. August in Bruchköbel beim Labormobil abgegeben wurden. In jeder sechsten untersuchten Proben lag die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter. Insgesamt wurden bei der Untersuchung das Wasser aus 46 privat genutzter Brunnen aus dem Raum Erlensee – Bruchköbel – Hanau analysiert.

Die Mitglieder vom VSR-Gewässerschutz fanden bei der Untersuchungen 104 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Bruchköbel. Weitere mit Nitraten stark verschmutzten Brunnen stellten die Umweltschützer auch in Niederissigheim mit 94 Milligramm pro Liter (mg/l), in Ostheim mit 65 mg/l, in Mittelbuchen mit 57 mg/l und in Hochstadt mit 63 mg/l fest. Das Wasser sei wegen der Überschreitung der Trinkwasserverordnung nicht mehr zum Trinken geeignet. Zu vermeiden sei außerdem, dass derart belastetes Wasser zum Befüllen eines Fischteichs genutzt wird.

Es bestehe die Gefahr der Massenvermehrung von Algen. Diese könnten beim Absterben zum Fischsterben führen. Und beim Bewässern mit nitratbelastetem Grundwasser müsse man bei der Düngung bedenken, dass es durch das Gießwasser zu einer zusätzlichen Nitratzufuhr kommt. Der VSR-Gewässerschutz kritisiert auch, dass bei großen gewerblichen Biogasanlagen im Gegensatz zu Massentierhaltungen die den Betrieb verlassenden Stickstoffmengen auch in Zukunft nicht transparent und kontrollierbar seien. Damit könnten die gewerblichen Biogasanlagen zu einer erheblichen Belastung des Grundwassers beitragen.

Bürger, die wissen möchten, ob sie auch von der hohen Nitratbelastung betroffen sind, können dem Verein eine Wasserprobe mit der Post bis Mitte Oktober zusenden. Informationen dazu erhält man auf der Homepage www.VSR-Gewässerschutz.de.