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Foto © privat
Historische Stadtführung durch Butterstadt

(Bruchköbel/pm) - Mitte September hatte der Geschichtsverein Bruchköbel zu einer historischen Stadtführung durch Butterstadt eingeladen. Bei schönem Spätsommerwetter konnten 52 Gäste an der Jupiter Gigantensäule durch Frank Herwig, dem Sprecher des Geschichtsvereins, begrüßt werden. Die Führung wurde von Lothar Gerstner geleitet, der die Interessierten durch den Ort und die Geschichte von Butterstadt führte. Unter den Gästen war auch die älteste Butterstädter Einwohnerin, die manch eine Anekdote an diesem Nachmittag kund tat. Die ersten belegten Siedlungen liegen ca. 5000 Jahre zurück, als sich die ersten Menschen hier niederließen.

Die ersten Siedlungen waren noch außerhalb des Gebietes, in dem heute die Ortschaft liegt. Eine Stelle, an der eine solche Ansiedlung gelegen haben soll, ist das heute sogenannte „böse Feld“ in Richtung der Hohen Straße. In diesem Flurstück waren lange noch Überbleibsel von den ehemaligen Gebäuden im Boden zu finden, was die Bestellung des Feldes mit dem Pflug sehr schwer machte. Dass im Raum von Butterstadt auch Römer siedelten konnte durch die Ausgrabung der Jupiter Gigantensäule belegt werden, von der heute eine Nachbildung am ehemaligen Schulgebäude steht. Herr Gerstner machte die Gruppe auch auf die Besonderheiten der älteren Gebäude aufmerksam. So wurde in Butterstadt vielfach als Baumaterial Tuffstein neben Backstein verwendet, was man ganz deutlich noch an der Bonifatiuskirche sehen kann. In das ein oder andere Bauernanwesen konnte die Gruppe an diesem Tag gehen, um die baulichen Besonderheiten anzusehen.

Der nächste Termin des Geschichtsverein Bruchköbel ist am 30. September um 16 Uhr im Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins Niederissigheim ein Vortrag über den Weinbau in unserer Region. Den Vortrag hält der Frankfurter Weinakademiker Markus Erb. Gäste sind herzlich willkommen.