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Foto © privat
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Innenstadt: Die Planungen zu Tiefgarage & Co.
(Bruchköbel/jgd) – Der aktuelle Stand der Planungen zur Innenstadt wird in der kommenden Woche im Innenstadtausschuß des Parlamentes behandelt. Die zwischenzeitlich wegen der Kosten auch kritisch diskutierte Tiefgarage bildet in den Planungen der Architekten einen festen Bestandteil. Die Tiefgarage soll unter dem zukünftigen Stadthaus (heute noch: Rathaus) entstehen. Der Fortgang der Planungen ist jetzt auf folgendem Stand: Im Januar hatte es zunächst eine erste, frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gegeben. In dieser Zeit hatten die Pläne im Rathaus ausgelegen.

Daraufhin waren von verschiedenen Institutionen  und auch Einzelbürgern Stellungnahmen eingegangen. Änderungen wurden angeregt, Planer und Bauamt haben dazu wiederum schriftlich Stellung genommen. Die Planung gibt nun etwa den Betrachtungen zur Lärmbegrenzung einen relativ großen Raum.

Tiefgarage mit 260 Stellplätzen
Als wesentliche Veränderung ist im neuen Konzept bekanntlich eine Tiefgarage vorgesehen, anstelle des heute noch bestehenden Parkdecks. Der ruhende Verkehr soll dadurch aus dem Stadtbild in eben diese Tiefgarage verlegt werden, die bis zu 260 Stellplätze bieten soll. Das sind ungefähr genauso viele Plätze wie sie heute das Parkdeck bietet. Die Tiefgarage soll nahezu den gesamten Planungsbereich östlich des Krebsbaches bis zur Straße Innerer Ring umfassen. Die Ein- und Ausfahrt soll von der Hauptstraße aus erfolgen. Für die Kurzzeitparker werden im Eingangsbereich des zukünftigen neuen Supermarktes zusätzliche 16 oberirdische Stellplätze erhalten bleiben, oder dort zumindest ähnlich wie heute angeordnet. Hier wird man dann weiterhin vom Inneren Ring her einfahren dürfen. 

Um die Tiefgaragenzufahrt von der Hauptstraße her gut anzubinden, soll die Fahrbahnbreite auf der Hauptstraße künftig um eine Linksabbiegerspur aufgeweitet werden. Die Regelfahrbahnbreite beträgt hier dann künftig 10,5 Meter. Sie setzt sich aus je zwei 3,75 Meter breiten Fahrspuren und einer 3 Meter breiten Linksabbiegespur zusammen. Die Länge der Abbiegespur beträgt dann rund 35 m – relativ lang in Richtung des Viadukts bemessen also. Dafür werde auch die Brücke über dem Krebsbach entsprechend verbreitert. So soll erreicht werden, dass kurzzeitig entstehende Staus vor der Einfahrt zur Tiefgarage den fliessenden Verkehr nicht behindern.

Und zusätzlich soll auch innerhalb des Tiefgaragengebäudes bis zur dortigen Schrankenanlage ein weiterer Stauraum von rund 40 Metern zur Verfügung stehen. Auch interessant: Die Kreuzung Haupt-/Jahnstrasse soll offenbar künftig wieder mit Ampeln versehen werden, um den Verkehr auch hier besser zu dosieren und zu steuern. Ampeln an dieser Kreuzung hatten bereits im vergangenen Jahr während des Neubaues der Kirlebrücke bestanden, damals als Provisorium. 

Innerer Ring: Optimierungen
Im Bereich des Inneren Rings bleibt die Breite der Straße vergleichbar mit dem heutigen Bestand. Die Verkehrsflächen sollen aber an einigen wichtigen Punkten optimiert werden, so die Planer. So soll etwa der Gehweg vor Haus Nr. 1 auf 3 Meter verbreitert werden, um die dort bislang bestehende Engstelle zu entschärfen. Der Kreuzungsbereich Innerer Ring/ Köhlergasse soll ebenfalls angepasst werden, so dass künftig die fußläufige Beziehung Köhlergasse/ Rathausplatz deutlicher sichtbar wird.

Die städtebauliche Neuanlage wird westlich des Krebsbaches bis hin zur Jahnstraße durch eine kombinierte Dienstleistungs- und Wohnanlage mit ergänzenden kleinflächigen Läden abgerundet. Auch in diesem Bereich wird der ruhende Verkehr in einer Tiefgarage mit etwa 60 - 70 Stellplätzen untergebracht. Die Anbindung erfolgt an die Jahnstraße.

Der weitere Entscheidungsweg
Das vorläufig letzte Wort zu den Planungen hat nun die Stadtverordnetenversammlung. Die Pläne sind daher zunächst noch einmal an den zuständigen Ausschuss des Parlamentes (also an das Gremium für Stadtentwicklung, Bau, Umwelt und Verkehr) zur weiteren Beratung verwiesen worden. Hier können noch Änderungen vorgeschlagen werden, die die Planer dann versuchen müssen umzusetzen. Ist das gesamte Planungswerk in der Folge von der Stadtverordnetenversammlung beraten und beschlossen, soll es erneut öffentlich ausgelegt werden. Ab wann das erfolgen wird, muss dann von der Stadt rechtzeitig öffentlich bekannt gegeben werden. Bürger, Firmen, Institutionen -also im Grunde jeder, der sich betroffen fühlt- können dann im Rathaus erneut Einblick nehmen und bei Bedarf Vorschläge oder Einsprüche einreichen.