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Chorgemeinschaft „Harmonie Butterstadt“

(Butterstadt/pm) - Die Chorgemeinschaft „Harmonie Butterstadt“ veranstaltete anlässlich des 150- jährigen Bestehens der St. Bonifatius Kirche und der Butterstädter Kerb ein kurzweiliges und unterhaltsames Konzert. Arrangiert wurde das Konzert von der ambitionierten Chorleiterin Hannelore Ehling. Der Chor wurde am Klavier von der sympathischen Steffi Stefanides begleitet. Die Texte las Hubert Wenzel. Die musikalischen Zeitreise beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit gründeten sich in Deutschland die ersten Männerchöre. Friedrich Silcher trug zur Popularisierung des Chorliedes bei. Er arrangierte zahlreiche Chorsätze, die heute noch zum Grundrepertoire vieler Gesangvereine gehören. Eröffnet wurde der Musikreigen mit alten Volksliedern wie z.B. „In einem kühlen Grunde“ und „Fröhlich klingen unsre Lieder“

Im September 1948, auf dem Höhepunkt der Berliner Blockade hielt Ernst Reuter vor dem Reichstagsgebäude seine berühmte Rede, in der er an die Völker der Welt appellierte, die Stadt nicht preiszugeben. Darauf erklang aus der Menge das Lied „Die Gedanken sind frei“. Weiter ging die Reise zu Johannes Brahms dessen zartes Liebeslied „Erlaube mir, fein’s Mädchen in den Garten zu gehen“ vom Chor vorgetragen wurde. Es folgten Lieder unter anderem der Comedian Harmonist Elvis Presley, Harry Belafonte, die Tremoloes und Reinhard Mey. In einer Soloversion wurde aus dem Musical „Der Zauberer von Oz“ die Filmtitelmelodie „Somewhere over the rainbow“ von den Chormitgliedern Jana Kleiß und Gregor Eller mit seiner Ukulele vorgetragen. Das Publikum war von den beiden begeistert.

Ein ganz Großer des Show Business war Udo Jürgens. Im Jahr 1982 veröffentlichte er ein Lied das namensgebend für sein Musical in Hamburg wurde. „Ich war noch niemals in New York“ Ein Lied das einst Bette Midler erfolgreich interpretierte stammt aus dem Film „The Rose“ Die Chorversion wurde gekonnt umgesetzt von den Solisten Susanne Hanfstingl, Jana Kleiß und Lea Stock. Das berühmte Lied „Hallelujah“ von dem verstorbenen Künstler Leonnard Cohen kennt wohl jeder. Auch dies gehört zum Repertoire der Butterstädter Sänger. Das Gänsehaut -Lied „Only Time“ von Enya bekam im September 2001 nach den schrecklichen Ereignissen in New York eine besondere Bedeutung. Der Hit von den „Toten Hosen“ „Tage wie diese“ wurde von den beiden Solisten Gregor Eller und Eike Dischburg gemeinsam mit dem Chor gekonnt interpretiert. Den Abschluss dieses großartigen Konzerts belohnten die Zuhörer den Chor mit frenetischen Beifall und dieser kam um eine Zugabe nicht herum. Wie üblich wurde vom Chor Harmonie Butterstadt kein Eintritt erhoben, sondern vom Publikum eine Spende erbeten, die für das Franziskushaus in Hanau bestimmt ist.