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(Bruchköbel/jgd) – Am Dienstag sollen im Rathaus (Stadtverordneten-Sitzung, 20 Uhr) weitere Details zur neuen Innenstadt beschlossen werden. So etwa eine Liste von Änderungen und Ergänzungen, welche nach der Offenlage der Stadtmittepläne durch Bürger und Organisationen angeregt wurden. Gutachten wurden ergänzt, der Lageplan überarbeitet und präzisiert. Zum Beispiel soll nun planerisch „offiziell“ werden, dass der Krebsbachpark weiterhin eine Grünfläche bleiben wird - nach den Vorstellungen der Innenstadt-„Lenkungsgruppe“ aus dem Jahr 2014 hätten hier Wohneinheiten entstehen können.

Darüber hinaus will sich der Magistrat jetzt Fördergelder für die beabsichtigte Stadtbegrünung in der neuen Innenstadt sichern. In diesem Jahr legen Bund und Länder nämlich das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ auf. Dieses zielt auf die Schaffung von mehr Stadtgrün ab. Es sollen Parkanlagen, Grün- und Wasserflächen, Straßen und Platzbegrünung, Gärten und grüne Dächer mit Finanzspritzen gedacht werden. Diese trügen nämlich zur Attraktivität von Städten und Gemeinden bei, und sind daher maßgeblicher Gegenstand des Förderprogramms. Das könnte für die geplante neue Innenstadt passen, gibt man sich in der Bruchköbeler Verwaltung überzeugt. Wohl deshalb sind die Planer der Bruchköbeler „Neuen Mitte“ darauf aufmerksam geworden. Das Stadtparlament muss also jetzt darüber befinden, ob die Stadt dem Programm beitreten will und so die Chance auf Fördergelder erhält. Der Förderzeitraum ist zwar zunächst nur für ein Jahr festgelegt. Doch Bund und Länder streben offenbar an, das Zuschussprogramm fortzuführen. Bewilligte Maßnahmen, also etwa die Anlage von neuen Grünflächen und Wasserbereichen wie bekanntlich in der Stadtmitte geplant, können dann auch über das Jahr 2017 hinaus gefördert werden. Zwei Drittel solcher Kosten würden dann durch Bund und Länder getragen – möglicherweise ergibt sich also eine nicht unerhebliche Finanzspritze für die Stadt Bruchköbel. Weitere Themen bei der kommenden Stadtverordnetensitzung sind Anträge der Parteien zur Bildung einer Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit (FDP) und zum Thema Müllmengenanlieferung am Bauhof (BBB). Darüber hinaus sollen Beschlüsse über den Verkauf von Grundstücken gefasst werden, etwa im Gewerbegebiet „Lohfeld“. In Planung ist auch ein kleines neues Baugebiet im Stadtteil Oberissigheim; auch darüber soll die Versammlung einen Beschluss fassen.