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Ministerin bei der Bio-Kartoffelsaisoneröffnung

(Bruchköbel/pm) - Auf dem Biolandbetrieb Ackerlei der Familie Zell steht die Kartoffelernte kurz bevor. Der Hof ist nach den strengen Standards des Bioland-Verbands sowie des Qualitäts- und Herkunftszeichens Bio-Siegel – HESSEN zertifiziert. Heute besucht die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz den Hof Ackerlei der Familie Zell und nutzt zum einen die Gelegenheit auf einem nahe gelegenen Kartoffelfeld die ersten Bio-Kartoffeln der Sorte „Anuschka“ selbst zu ernten und sich zum anderen auch von der Qualität der in diesem Jahr zu erwartenden Kartoffeln zu überzeugen. Gleichzeitig ist dieser Besuch auch der offizielle Startschuss für die Kartoffelsaison 2017.

Die Kartoffeln haben in diesem Jahr den Frost zwar gut überstanden, litten aber zuletzt unter den anhaltenden Regenschauern.

Die Ministerin betont bei ihrem Besuch auf dem Biolandbetrieb, dass eine multifunktional ausgerichtete Landwirtschaft, die weiterhin bäuerlich, verbrauchernah und wettbewerbsfähig ausgerichtet ist und zudem umweltschonend produziert Ziel der hessischen Landesregierung sei. „Deshalb ist der ökologische Landbau auch ein wichtiger Bestandteil der hessischen Agrarpolitik, da er zum einen eine besonders umweltfreundliche Form der Landbewirtschaftung darstellt und zum anderen die Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln das regionale Angebot noch deutlich übersteige“, so die Ministerin. In diesem Zusammenhang lobt die Ministerin die Familie Zell für ihr Engagement und den Einsatz im ökologischen Landbau.

Thomas Zell, Betriebsleiter vom Biohof Ackerlei zeigt sich zufrieden über die Ernte der Früh- und Spätkartoffeln. „Die Frühkartoffeln lagen komplett unter Vlies und sind gut gewachsen. Damit konnte auch der Frost Ende April den Knollen nichts anhaben.“, berichtet Thomas Zell und fügt hinzu, dass auch die Spätkartoffeln dadurch, dass sie erst nach dem Frost Ende April gesetzt wurden, hervorragend gediehen sind.

„Für die biologische Landbewirtschaftung gibt es viele Gründe und in Zusammenhang mit der Direktvermarktung ist es ein absolut schlüssiges Konzept. Schließlich möchten wir alle gern wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie

produziert wurden“, betont die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler in ihrem Grußwort. Die Dezernentin für den Bereich der Landwirtschaft zeigt zudem eine große Begeisterung für die Kartoffel: „Diese wunderbare Knolle ist gesund und ist sowohl gebacken, gebraten, gekocht, gestampft oder frittiert immer ein Genuss – auch für meine Söhne“.

Die Erste Stadträtin der Stadt Bruchköbel Ingrid Cammerzell fügt in ihrem Grußwort hinzu, dass Bruchköbel mit seiner rund 30 km² großen Fläche und über 20.000 Einwohnern in fünf Stadtteilen gerne als Stadt mit ländlichem Flair bezeichnet wird. Hier, unweit der Großstadt Frankfurt, finden Sie noch landwirtschaftliche Betriebe in allen Ortsteilen. Diese Betriebe versorgen auf Wochenmärkten oder über den regionalen Handel die Bewohner Bruchköbels mit frischen Lebensmitteln.

„Und das Wichtigste“, so die Erste Stadträtin weiter. „Es sind Produkte aus der Region, sie müssen nicht erst von weit her angeliefert werden und sind aufgrund ihrer Frische stets von besonderer Qualität“. Der Aufsichtsratsvorsitzende der MGH GUTES AUS HESSEN GmbH Johann Ferber erklärt, dass durch die anfangs kühlen Witterungen im Mittelmeerraum die südländischen Kartoffeln etwa zeitgleich mit den heimische Kartoffeln im Lebensmittelhandel zu finden waren. Dies sorgte für einen schwierigeren Start für die regionalen Kartoffeln. Dennoch freut sich Johann Ferber, dass immer mehr landwirtschaftliche Betriebe versuchen der steigenden Nachfrage nach Biolebensmitteln auf regionaler Ebene gerecht zu werden und dies, wie es bei Ackerlei in verschiedenen Produktbereichen der Fall ist, mit dem Bio-Siegel – HESSEN auszuweisen. Er weist darauf hin, dass sich 73 Betriebe über das Bio-Siegel – HESSEN der Regionalität verschrieben haben.

Nachdem die Hessische Kartoffelkönigin 2016/2017 Lisa I. letztes Jahr die Kartoffelsaison auf einem konventionellen Betrieb eröffnet hat, freut sie sich umso mehr erstmalig bei einer Kartoffelsaison auf einem Biobetrieb dabei sein zu dürfen. Sie sei schließlich die Botschafterin für alle hessischen Kartoffeln, so Lisa I. „Wichtig ist nur, dass Sie aus der Region kommen.“ Die leidenschaftliche Fußballspielerin erinnert sich, wie sie schon als Kind bei Ihrer Großmutter im Garten bei der Kartoffelernte geholfen hat. Lisa I. begeistert sich zudem für die Vielfalt der Kartoffel „5000 Kartoffelsorten in allen möglichen Farben gibt es, „man kann sogar aus den Sorten „Violetta“ „Rote Emmalie“ und „Mayan Gold“ einen schwarz-rot-goldenen Kartoffelsalat zaubern.“, so die Kartoffelkönigin.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gutes-aus-hessen.de