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Bündnis 90 / Die Grünen

(Bruchköbel/pm) - Der Solarpark in Bruchköbel sei ein gutes Beispiel für die Energiewende, wie sie sich GRÜNE vorstellen: dezentral und kommunal, betont Mathias Wagner, Vorsitzender der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bei einem Besuch der Anlage an der Friedberger Landstraße. Dass kommunale Unternehmen sauberen Strom produzieren, trage dazu bei, die Wertschöpfung in der Region zu halten und die Akzeptanz für Projekte der Erneuerbaren Energien weiter zu steigern, teilt man in einer Pressemitteilung mit. Matthias Zach, Kreisabgeordneter und Direktkandidat der GRÜNEN für den Bundestag war ebenfalls bei dem Besuch der Anlage dabei und machte auf die besondere Herausforderung in seiner Region aufmerksam: „Wir haben es hier mit einer Abwägung im Zielkonflikt zwischen Wohn- und Gewerbegebieten sowie regionaler ökologischer Landwirtschaft zu tun. Dabei setzten wir uns dafür ein, gerade die guten Wetterauer Böden zu erhalten.“

Der leistungsstärkste Solarpark im Main-Kinzig-Kreis ist auf einer ehemaligen Mülldeponie entstanden. Nach Angaben des Main-Kinzig-Kreises könnten mittlerweile mehr als 30 Prozent des Stromverbrauchs im Landkreis aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Das sei ein wichtiger Beitrag dazu, dass Hessen von klimaschädlichen Energieträgern unabhängig wird, so die Grünen. „Nachdem wir es endlich geschafft haben, die Atomkraft hinter uns zu lassen, müssen wir auch das fossile Zeitalter überwinden: Wir brauchen die Energiewende, um den Klimawandel mit seinen katastrophalen Folgen für Mensch und Umwelt aufzuhalten. Deshalb haben wir uns vorgenommen, dass Hessen bis 2050 klimaneutral sein soll". Seit die Grünen in Hessen mitregieren, seien rund 12.000 neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt mehr als 200 Megawatt in Betrieb genommen worden. Kürzlich habe Energieminister Tarek Al-Wazir das 1000. Windrad Hessens eingeweiht. Seit Beginn der Legislaturperiode seien 285 neue Windenergieanlagen in Betrieb gegangen. Sie erzeugen Strom für knapp 400.000 Haushalte. 170 weitere Anlagen seien schon genehmigt.“ Wagner ließ sich die Anlage vom Geschäftsführer der Kreiswerke Main-Kinzig GmbH, Bernd Schneider, und dem Geschäftsführer der Naturenergie Main-Kinzig GmbH, Oliver Habekost, zeigen. Mit dabei waren Matthias Zach, Kreisbeigeordneter und Direktkandidat der Grünen für den Bundestag, Anja Zeller (Vorsitzende der Grünen-Fraktion in Hanau, Abgeordnete im Kreistag und Direktkandidatin für den Bundestag), und Monika Nickel (Kreistagsabgeordnete).