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(Bruchköbel/jgd) - Auch Verzierung der Bahnhofsbrücke wird geprüft   Die Koalition aus CDU und SPD will auf den Friedhöfen in Bruchköbel die alternative Bestattungsform "Ruhehain“ ermöglichen. Das geht aus einem Antrag hervor, der bei der letzten Sitzung der Stadtverordneten beschlossen wurde, allerdings ohne Zustimmung von Grünen und BBB. Die Bestattungskultur sei im Wandel, und das Interesse an alternativen Bestattungsformen wie Ruhewäldern oder Ruhehainen wachse ständig, so argumentieren CDU und SPD. Auch in Bruchköbel sei bereits vorgesehen, im Zusammenhang mit der Erweiterung des Neuen Friedhofs in Bruchköbel alternative Bestattungsformen zu prüfen.

Jedoch strebe man mit dem Antrag an, die neue Bestattungsform auch in den Stadtteilen zu ermöglichen. Der Vorteil liege hierbei in der guten Erreichbarkeit der örtlichen Friedhöfe - die Grabstätte ist dann nahe am Wohnort, und nicht irgendwo im Wald. Das sei wichtig, damit Angehörige das Grab ihrer Verstorbenen gut erreichen können. Als gute alternative Bestattungsform sehen beide Parteien den Ruhehain. Dabei würden zum Beispiel ältere Bäume in Kreisform auf dem Friedhofsgelände mit neu gepflanzten Bäumen ergänzt. Auch andere Anordnungen seien möglich. Hier könnten dann Urnengräber bestattet und mit einer Namensplatte versehen werden. Ein solches Baumgrab könne man dann etwa auch bereits zu Lebzeiten erwerben. Üblicherweise sei an Baumgräbern eine individuelle Grabgestaltung nicht vorgesehen - ähnlich wie in den Ruhewäldern, die es verschiedentlich in Deutschland bereits gibt. Der städtische Magistrat ist nun gefordert, die Möglichkeit einer kurzfristigen Einrichtung von Ruhehainen zu prüfen - im Idealfall auf allen Friedhöfen im Stadtgebiet, bei Nutzung vorhandener Bäume und Ergänzung des Baumbestandes. Am Ende müsse dann auch die Friedhofsgebührensatzung angepasst werden. Vertreter von Grünen und BBB hatten zuvor moniert, dass man schon früher ähnlich lautende Anträge gestellt hätte. Jedoch verwiesen Vertreter der Koalition auf Nachfrage gegenüber dem BK auf den Wunsch der Koalition, die Ruhehaine möglichst in allen Stadtteilen einzurichten, jedenfalls, sofern die Prüfung der örtlichen Gegebenheiten dies erlaube. Ein Antrag des BBB, die Brücke am Bahnhof von Schülern mit Graffiti verzieren zu lassen, war ein weiteres Thema der Sitzung. Die Graffiti-Arbeiten könnten durch einen "Auftrag" an das Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasium als Projekt des "Gemeinwesen-orientierten Lernens" erfolgen, glaubt man beim BBB. Auch an anderen Stellen hätten Schüler bereits ähnliche Projekte verwirklicht - so etwa am Parkhaus beim Rewe-Markt. Die Stadtverordneten stimmten der Prüfung dieser Angelegenheit durch den Magistrat der Stadt zu. Jedoch äusserte CDU-Fraktionssprecher Thomas Sliwka Bedenken darüber, Schüler im Sicherheitsbereich einer Bahnlinie zum Teil an schlecht erreichbaren Stellen mit Spraydosen arbeiten zu lassen. Der Magistrat wird also insofern zunächst die rechtlichen und sicherheitsrelevanten Aspekte der BBB-Idee klären müssen.