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Landfrauenverein Bruchköbel

(Bruchköbel/pm) - ...unter diesem Motto hatte der Landfrauenverein Bruchköbel seine diesjährige 6-Tages-Fahrt gestartet. Die Reise ging in den Schwarzwald und das Elsass. Die Hinfahrt führte bei herrlichem Wetter durch die schöne Pfalz zum badischen Weintor nach Schweigen und weiter bis zum Kloster Mont Sainte Odile in Ottrott. Die Klosteranlage auf dem Odilienberg bietet bei klarem Wetter bis zu 20 km Aussicht in die Ferne. Die Fahrtroute führte die elsässische Weinstraße entlang weiter bis Colmar. Von hier aus ging es zurück nach Deutschland, nach Schallstadt, wo das Quartier für die nächsten sechs Tage war.

Von hier startete die Gruppe Richtung Hochkönigsburg nach Riquewihr, einem mittelalerlichen Städtchen, das wunderschön erhalten ist. Die Häuser mit den dort typischen Innenhöfen wurden im 13. - 17. Jahrhundert erbaut. Es gibt noch einen Belfried-Turm (den "Turm der Diebe", mit Folterkammer), eine Ringmauer mit einem Pecherker und Schießscharten, das Schloß des Grafen von Würtemberg, das heute als Postkutschenmuseum dient, und einen Weinlehrpfad. Dies alles zeigte die Fahrt mit einer "Vieille Ville"- Informationsbahn durch die Stadt. Am Nachmittag ging es über die elsässiche Weinstraße weiter nach Zellenberg. Der Ort liegt auf einem Hügel mit Blick über die Weinberge und den Weinlehrpfad. In einem typisch elsässischen Weingut gab's hier einen Sekt und Weinprobe mit Kougelhopf (Hefeteig mit Speck). Tags darauf ging die Ausflugsfahrt  in den südlichen Schwarzwald, zunächst an den Titisee, den größten Natursee mit kristallklarem Wasser im Schwarzwald, sowie St. Blasien mit seinem 62 Meter hohen Dom aus dem Jahr 1781. Man besuchte die Brierbrauerstadt Rothaus, und danach den Schluchsee, den größten, ursprünglich als Gletschersee entstandenen See in Baden Würtemberg. Seit 1933 kann er mit 108 Millionen m3 Wasser aufgestaut werden. Der Rückweg führte über den Feldberg (1493m) mit seinem 45 Meter hohen Turm und durch das schöne Münstertal zurück nach Schallstadt. Tags darauf ging die Fahrt zuerst nach Freiburg. Dort konnte man die historische Altstadt mit dem alten Rathaus, der Alten Wache, der Martinskirche mit dem Martinstor und natürlich das 1200 bis 1330 erbaute Münster besichtigen, mit der ältesten Glocke aus dem Jahr 1258. Die Kathedrale besteht aus dem Chorraum mit Seitenkapellen und der Bischofsgruft Freiburg. Die Weiterfahrt ging am Nachmittag über St. Märgen, Herkunftsort der Schwarzwälder Uhren und der Schwarzwälder Kaltblutpferde. In St. Peter besuchte man die barocke Klosteranlage mit der Rokoko-Bibliothek , in Weiß und Gold gestaltet. Heute ist St. Peter ein Bioenergiedorf und versorgt sich autark mit Energie aus regenerativen Quellen. Das nächste Stück Rückweg zum Hotel führte durch das Glottertal, medial berühmt geworden durch die TV- „Schwarzwaldklinik“. Die ist heute eine Rehaklinik, und das Hüsli“ ein Museum. Am Abend wurden Weine aus dem Markgräfler Land verkostet. Der letzte Ausflugstag führte noch einmal ins Elsass nach Colmar. Man erlebte die Hauptstadt des Elsässischen Weins mit ihren historischen Stadtvierteln („Klein Venedig“), das Geburtshaus Bartholdi, das Unterlinden-Museum mit dem Issenheimer Altar. Heute ist Colmar Zentrum für Messen der ökologischen Landwirtschaft und des Weines. Zum Geburtsort von Albert Schweitzer, in Kaysersberg, führte die Fahrt ebenfalls. Kaysersberg mit dem Hohenstaufenschloss wurde kaiserliche Stadt. Neben dem Handel und dem Handwerk exportierte man die Weine weit über das Rheingebiet hinaus. Heute gehört die Stadt zu den Schmuckstücken des Elsass. Die Dorotheen- (Glas-) Hütte Wolfach war schliesslich das letzte Etappenziel. Sechs erholsame und erlebnisreiche Tage werden die "Bildungsurlauber/innen" sicherlich nicht vergessen.