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Bürgerinformationsabend

(Bruchköbel/pm) - Der Stand des Innenstadtumbaus wurde am 22. Mai im Bürgerhaus Bruchköbel allen Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen eines Bürgerinformationsabends vorgestellt, so stellt das Stadtmarketing der Stadt in einer Pressemitteilung zufrieden fest. Im Foyer waren begleitend acht Info-Stationen aufgebaut. Hier standen Experten den Besuchern zu verschiedenen Bereichen des Projektes, wie „Finanzen“, „Bürgerhaus", "Stadthaus“, „Architektur“, „Tiefgarage“ und „Umfragen“ Rede und Antwort.

Bürgermeister Günter Maibach hatte zuvor die interessierten Bürger in dem gut gefüllten großen Saal begrüßt. Dann gab Andrea Weber, Geschäftsführerin der Bruchköbel Marketing GmbH, einen Rückblick auf die Entwicklungen seit der Bürgerversammlung zur „Neuen Mitte“ im Jahr 2012.

Sie berichtete von der Arbeit der Lenkungsgruppe Innenstadtentwicklung, den verschiedenen Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung und der Resonanz der Bürger und der Presse. Inzwischen gibt es ein Einzelhandelsgutachten der bundesweit tätigen Beratungsgesellschaft CIMA, das die Auswirkungen des Projektes auf den Einzelhandel untersucht. Außerdem hat sich Bruchköbel an der Studie „Vitale Innenstädte“ des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) beteiligt. Schüler des Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasium (LOG) waren für die IFH-Studie an zwei Tagen in Bruchköbel unterwegs und befragten die Besucher der Innenstadt zu ihren Eindrücken. Drei Schülerinnen und Schüler des Politikleistungskurses waren mit ihrem Lehrer anwesend und berichteten von ihren Eindrücken. „Ambiente und Wohlfühlcharakter sind für Besucher einer Innenstadt entscheidend“, fasste Andrea Weber die Ergebnisse der Studie zusammen.

Thomas Müller, Geschäftsführer der von der Stadt engagierten Terramag Projektentwickler, beschrieb die Phasen des Vorhabens, für das die Stadtverordnetenversammlung am 16. Mai 2017 den Startschuss gegeben hatte. Zunächst wird das jetzige Rathaus abgerissen und mit dem Bau des neuen Stadthauses und der Tiefgarage begonnen. Die Mitarbeiter des Rathauses ziehen übergangsweise auf das Gelände des Fliegerhorsts. Dennoch bleibe das Rathaus erreichbar: Wichtige Verwaltungsdienstleistungen befinden sich ab dem 19. Juni in dem Bürgerbüro im Inneren Ring 1, gegenüber dem heutigen Rathaus. Das neue Stadthaus soll Platz für Gastronomie, Kultur und Verwaltungsbüros bieten und sich auf den geplanten Stadtplatz mit Anbindung an den Krebsbach öffnen. Als nächstes könnte der benachbarte Rewe-Markt mit dem Bau eines ganz neuen Marktes beginnen, im Bereich des jetzigen Parkdecks und des Parkplatzes. In der letzten Phase würde das Bürgerhaus abgerissen und dort ein Wohnhaus errichtet, mit Platz für Einzelhandel und Praxen. Zu den einzelnen Bauvorhaben wurden neue Skizzen und Entwürfe präsentiert. Sie geben einen Ausblick darauf, wie Bruchköbels neues Stadtzentrum einmal aussehen könnte. Als besonderen „Glücksfall“ für Bruchköbel bezeichnete Thomas Müller den Krebsbach, der in das Gesamtkonzept eingebunden ist und sich zum Anziehungs- und Treffpunkt entwickeln soll. Im Anschluss an die Vorträge beantworteten Bürgermeister Günter Maibach und Thomas Müller noch Fragen der Besucher. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger informierten sich auch an den Info-Stationen, wo Experten Fragen beantworteten und Anregungen und Ideen sammelten.

Ziel des gesamten Prozesses sei ein lebendiges und attraktives neues Stadtzentrum für Bruchköbel, so wird betont. Anders als in anderen Städten sollen hier nicht neue Geschäfte dominieren. Mit dem Bürgerhaus und dem angrenzenden Platz soll ein Treff- und Anziehungspunkt für alle Einwohner Bruchköbels entstehen.